Der Kampf gegen Salz und Feuchtigkeit

Sanierung von historischen Teilen des Lüneburger Rathauses abgeschlossen

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Die Poststelle der Lüneburger Stadtverwaltung kann wieder in die historische Kämmerei ziehen.

Lüneburg – Zurück an ihrem angestammten Platz ist die Poststelle der städtischen Verwaltung im Lüneburger Rathaus. Die Räumlichkeiten mussten aufwendig saniert werden, nachdem Salze aus dem Boden sowie Feuchtigkeit das historische Gemäuer angegriffen hatten.

Nach längerer Bauzeit ist nun alles schick geglättet und die Poststelle kann ihrer Arbeit am gewohnten Ort wieder nachgehen.

Diffizil war das Ganze, da sich die eingedrungene Feuchtigkeit über feine Haarrisse, sogenannte Kapillaren, weit in das Gemäuer hineingearbeitet hatte. Ein Spezialputz, der Feuchtigkeit ableiten hilft, kam daher zum Einsatz. Der für Bauhistoriker besonders spannende Teil des Lüneburger Rathauses gehörte ursprünglich zum Kämmereigebäude aus dem 15. Jahrhundert. Um die Bausubstanz gegen weitere Schäden zu sichern, war der zeitweilige Umzug der Poststelle, die in Lüneburg auch den historischen Namen Botenmeisterei trägt, erforderlich geworden.

„Wir freuen uns, dass wir jetzt wieder alles an einem Platz haben und sich auch die Arbeitsabläufe dadurch vereinfachen“, sagt Mitarbeiterin Kerstin Kalischefski. Eine modernere Ausstattung sowie ein neues Postverteilungs-System unterstützten die Arbeit zusätzlich. Außerdem werden neue Datenschutzrichtlinien umgesetzt.

Insgesamt wurden 60.000 Euro in die Hand genommen, um das Gemäuer zu sanieren und anschließend die neue Poststelle auszustatten. Deutlich erkennbar sind die Neuerungen, wenn man beim Umrunden des Rathauses zwischen Eingang A und Marienplatz einmal in die rot umrahmten Fenster hineinlugt. Noch vor ein paar Wochen ließen sich dahinter lediglich Baugeräte und Schutt ausmachen, nun strahlen einem weiß gekalkte Wände entgegen. Damit ist auch ein weiterer Teil des Masterplans zur Instandsetzung des historischen Rathausgebäudes umgesetzt.

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