Familientreffen und immer besetzte Bahnen: 77 Teilnehmer beim 24-Stunden-Schwimmen in Bienenbüttel

Rund um die Uhr im Becken

Nicht schwimmen im Sonnen-, sondern im Mondschein: Bis vier Uhr morgens haben die letzten Athleten ihre Bahnen gezogen.

Bienenbüttel. Schon eine Stunde nach dem Startsignal des 24-Stundenschwimmens im Bienenbütteler Waldbad zählt Badleiter Holger Ratajczak 97 Teilnehmer.

„Alt und Jung hat sich angemeldet“, berichtet sein Mitarbeiter Jens Weissmann, Fachangestellter für Bäderbetriebe, „vier Jahre ist die jüngste Teilnehmerin und 77 die älteste. “.

Ob Brustschwimmen oder Kraulen: Durchhalten hieß die Devise im Bienenbütteler Waldbad.

Familien und Sportvereine, Gruppen und Eheleute haben sich entschlossen, in diesen 24 Stunden einige Bahnen zu schwimmen und dafür zu sorgen, dass 24 Stunden lang immer mindestens eine Person im Becken ist. „Das erklärte Ziel der Ausschreibung. So bescheiden gibt sich Erik Steep nicht. Der Lüneburger Schüler ist ein guter Schwimmer und „will seine Goldmedaillen-Sammlung ergänzen“, erzählt seine Mutter Kristina Steep. Emily Melcher aus Lüneburg wollte eigentlich die 20 000-Meter-Marke knacken, während sie am Vormittag vor dem Start mit dem Rest der Familie ihr Zelte aufbaut. Letztes Jahr hatte sie im Bienenbütteler Waldbad 16 300 Meter geschafft – dieses Jahr waren es am Ende 17 500 Meter. Und das, obwohl weitere Familienangehörige aus Celle und Rieste nach Bienenbüttel gekommen sind. „Wir nutzen die Veranstaltung als Familientreffen“ erzählt Jan Weick aus Celle, „und dann mal sehen, was die Stunden so bringen“. Am Abend wollen sie gemeinsam essen und dann in der Nacht reihum die Bahnen schwimmen.

Auch der 81-jährige Siegfried Rühlmann gehört zu den Stammschwimmern des Waldbades. Doch dieses Jahr schwimmt er nicht mit, sondern betreut seine Gattin Gisela am Beckenrand. Stolz berichtet er, dass seine Frau mit ihren 76 Jahren im Jahr zuvor beim 24-Stunden-Schwimmen 7000 Meter geschwommen war. Dieses Jahr waren es 200 Meter mehr. „Das wird genau gezählt“, sagt Isa Winkler, die etliche Zettel vor sich liegen hat. Auf ein kurzes Zeichen, wenn sie wieder am Startblock ankommen, wird die Bahn notiert. Gisela Rühlmann, hebt vor der Wende kurz den Kopf aus dem Wasser, sucht Augenkontakt zur Zählstelle und weg ist sie wieder. Auf der anderen Seite des Beckens gibt es eine Bahn für Schnellschwimmer“, berichtet Weissmann. Wenn es voll wird, können bis zu 150 Schwimmer gleichzeitig im Becken sein. Bis vier Uhr morgens halten immer noch einige durch. Mit insgesamt 31 500 Metern war Peter Hoffmann am Ende vorn. Eine Fotostrecke gibt es Internet unter

Von Angelika Jansen

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