Tourismusverein für den Landkreis sucht mit Bienenbüttel das Gespräch

Rückkehr in die Heideregion?

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Die „Heideregion Uelzen“ vermarktet den Landkreis als Urlaubsgebiet. Allerdings ist seit wenigen Jahren Bienenbüttel außen vor, weil die Gemeinde austrat. Jetzt wird über eine Rückkehr gesprochen. Der Verein will sich auch im Internet neu präsentieren. 

Bienenbüttel/Uelzen – Die „Heideregion Uelzen“ sucht als Tourismusverein für den Landkreis Uelzen das Gespräch mit Bienenbüttel.

Die „Heideregion Uelzen“ vermarktet den Landkreis als Urlaubsgebiet. Allerdings ist seit wenigen Jahren Bienenbüttel außen vor, weil die Gemeinde austrat. Jetzt wird über eine Rückkehr gesprochen. Der Verein will sich auch im Internet neu präsentieren.

2015 war die Gemeinde im Norden des Landkreises nach einem politischen Beschluss aus der Heideregion ausgetreten – seinerzeit wurde unter anderem argumentiert, dass jährliche Zahlungen von mehr als 10.000 Euro nicht im Verhältnis zum Nutzen stehen würden. Nun soll es um eine Rückkehr Bienenbüttels in den Kreis der Mitglieder gehen.

Michael Müller, Vorsitzender der Heideregion Uelzen, berichtet bei der Mitgliederversammlung des Tourismusvereins in Uelzen von einem ersten Kontakt mit Bienenbüttels Bürgermeister Merlin Franke in dieser Angelegenheit. Dieser habe sich offen für Gespräche gezeigt, erklärt Müller später gegenüber der AZ. Beratungen mit den Gemeindepolitikern stehen noch aus.

Wenngleich Urlaub in Deutschland wegen der Krisen in der Welt gefragt ist, so ist das Tourismusgeschäft nicht einfacher geworden. Die Aufenthalte fallen kürzer aus, 4,6 Tage blieben Gäste 2018 im Schnitt im Landkreis. Die Ansprüche der Gäste ändern sich auch. Es gibt also Aufgaben – auch in der Region. Die Heideregion wolle als Kreisorganisation alle Gebiete vermarkten, also auch Bienenbüttel. Der Verein glaube auch, dass die Tourismusarbeit eine Gemeinschaftsaufgabe sei, so Müller.

Michael Müller, Vorsitzender der Heideregion

Nicht nur die Gemeinde im Norden, sondern auch Rosche war dem Verein als Mitglied abhandengekommen, was der Heideregion schwer zusetzte. Finanziell stand der Verein auf tönernen Füßen. So mussten im vergangenen Jahr Aufgaben im Tourismus abgegeben werden, Mitarbeiter verzichteten auf zehn Prozent ihres Gehaltes. Rosche ist inzwischen wieder Mitglied. Und bei Bienenbüttel habe man die Hoffnung einer Rückkehr, so Michael Müller.

Jürgen Clauß, Geschäftsführerder Heideregion

Man werde in den Gesprächen mit der Gemeinde erläutern, wie man sich künftig aufstellen wolle, und hoffe, mit den Zielen überzeugen zu können. Unter anderem ist ein Zukunftskonzept für die Heideregion geplant, dafür wurden Leader-Mittel beantragt. Auch, was Internetauftritt, soziale Netzwerke und Datenbanken für touristische Angebote betrifft, will der Verein trotz der angespannten finanziellen Lage investieren, um auf dem neuesten Stand zu sein. Jürgen Clauß, Geschäftsführer der Heideregion, berichtete bei der Mitgliederversammlung von einer „Digitalisierungsstrategie“. Idee sei, dass Urlauber, wenn sie beispielsweise im Bevenser Kurpark stehen, mithilfe von Datenbanken und neuem Internetauftritt über das Handy touristische Angebote angezeigt bekommen.

VON NORMAN REUTER

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