Kommunen im Landkreis Lüneburg fordern Aus

Rote Karte für Alpha E

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Vertreter der Kommunen und Bürgerinitiativen zeigen dem Projektbeirat Alpha E in Lüneburg gestern die Rote Karte. 

loh Lüneburg. Im Landkreis Lüneburg formiert sich der Widerstand gegen Alpha E.

Der Landkreis sowie die Hansestadt Lüneburg, die Samtgemeinden Amelinghausen, Bardowick, Gellersen, llmenau und die Gemeinde Deutsch Evern fordern ein Ende des Projektbeirats Alpha E, der gestern in Celle tagte.

„Der Projektbeirat hat in keiner Weise die Interessen der Kommunen an der Bestandsstrecke vertreten“, heißt es dazu in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Zwar hätten die Samtgemeinden Amelinghausen und Gellersen das Abschlussdokument unterzeichnet, aber in der heutigen Auslegung des Dialogergebnisses würden sie sich genau so wenig wiederfinden wie die restlichen Kommunen des Landkreises Lüneburg. „Daher erachten wir den Projektbeirat nicht als befugt oder legitimiert, für den Landkreis Lüneburg und die Kommunen zu sprechen“, heißt es in der Stellungnahme.

Kritisiert wird unter anderem, dass durch den dichten Siedlungsbereich Lüneburg mit 110 000 Einwohnern eine der am stärksten frequentierten Schienentrassen Deutschlands gebaut werden soll.

Dies sei mit mehrheitlicher Zustimmung derjenigen erfolgt, denen es gelungen sei, die Schiene aus dem eigenen dörflichen Umland zu verbannen. „Dabei waren die eigentlich Betroffenen an den Bestandsstrecken deutlich unterrepräsentiert“, heißt es in der Stellungnahme, So etwas könne nicht als Konsens verkauft werden. „Dieser Projektbeirat vertritt die Interessen der Kommunen, die das Gespenst des Schienengüterverkehrs aus der eigenen Region verdrängt haben.“

Gefordert wird auch, dass „offenbare Alternativen fachlich sauber geprüft werden“. Als Beispiele werden eine Trasse entlang der A 7 sowie ein Ausbau sowie teilweiser Neubau der OHE-Strecke Winsen-Hützel-Celle ins Spiel gebracht. Fachlich geboten sei ein großräumiges Raumordnungsverfahren in den Händen des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg. Jedenfalls im Planfeststellungsverfahren habe eine Alternativenprüfung stattzufinden, die weder rechtlich noch fachlich an das Abschlussdokument des Dialogforums gebunden sei. Verzichte man hierauf, sei dies auf dem Rechtsweg zu klären.

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