Bienenbüttels Altkönig Ralf Nyenhuis ist Frontmann von Heartrockcafé / Auftritt beim AZ-Sommerfest

Rockmusik mit Rückspuleffekt

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Die Coverband Heartrockcafé mit Nyenhuis (hinten) und Frontfrau Jenny heizt seit 25 Jahren den Gästen bei Festen in den Landkreisen Uelzen und Lüneburg ein.

Bienenbüttel. „Nicht Hardrock, sondern Heartrock!“, sagt Ralf Nyenhuis. Der Bienenbütteler ist Frontmann der Band Heartrockcafé. Auf das „Herz“ („Heart“) legt er Wert. „Eine Musik, die für jedermann hörbar ist, die aber rockig bleibt.“ Mit dieser Mischung heizt die Formation seit über einem Vierteljahrhundert den Gästen auf Festen in den Landkreisen Uelzen und Lüneburg ein.

Rockmusik mit Herz: Ralf Nyenhuis, Frontmann der Band Heartrockcafé, bei einem Auftritt: „Wir fangen mit aktuellen Songs an und gehen zurück bis in die Siebziger.“

Wenn Nyenhuis mit seiner Formation heute, Sonnabend, ab 22 Uhr anlässlich des Bienenbütteler Schützenfests live auftritt, dann ist das ein besonderes Heimspiel, denn der 51-Jährige ist nicht nur Bienenbütteler, er ist auch Mitglied der Schützengilde und ehemaliger Schützenkönig von 2015. Im Spielmannszug der Schützengilde hat Nyenhuis seit dem siebten Lebensjahr seine ersten musikalischen Erfahrungen gesammelt. Noch heute löst er manchmal Sohn Yannek am Schlagzeug ab, schließlich hat der IT-Leiter eines großen Werbefilmunternehmens jahrelang für die Rhythmus-Basis von Heart-rockcafé gesorgt. Die Musik war Nyenhuis aber auch in die Wiege gelegt, denn in der Familie wurde regelmäßig Hausmusik gemacht. Sein Vater spielte Akkordeon, der Großvater Gitarre.

Nyenhuis setzte die Tradition fort: ab dem 13. Lebensjahr in einer Beatcoverband, mit 16 stieg er auf Heavy Metal um. Als Wehrdienstleistender fand er sich im Heeresmusikkorps Lüneburg wieder.

Heute absolviert er mit Heartrockcafé – das sind außer Vater und Sohn Nyenhuis Frontfrau Jenny Weiß, Nicolas Kukolja (Keyboard), Wolfgang Lischnewski (Bass), Johann Zimmermann (Gitarre) – rund zehn öffentliche Auftritt pro Jahr. „Das ist für mich die Eisenbahn im Keller. Für mich ist Musik das Hobby, wo ich vom Job abschalten kann“, erklärt Nyenhuis.

Über die Jahre hat sich auch die Musik der Coverband gewandelt, hin zu den „weicheren“ Songs. Welche das sind, entscheiden die Bandmitglieder gemeinsam. 70 Stücke hat die mehrstimmige Formation im Repertoire, und dabei hat Heartrockcafé ein Markenzeichen: „Wir fangen mit aktuellen Songs an und gehen zurück bis in die Siebziger“, erzählt Nyenhuis – Rockmusik mit Rückspuleffekt. Das kommt offenbar nicht nur bei den Älteren an, die bei den Siebzigern und Achtzigern in musikalischen Erinnerungen schwelgen.

„Auch die Jungen singen die Songs mit“, versichert Nyenhuis – bei der Neuen Deutschen Welle, Marius Müller-Westernhagen oder Status quo. Am Ende der Partys sind aber häufig die Älteren unter sich, die musikalisch in ihre Jugend zurückkehren, die auch seine eigene ist, weiß der Frontmann: „Die Älteren halten länger durch.“

Für alle, die das Konzert mit Heartrockcafé in Bienenbüttel versäumen: Die Formation tritt auch am Sonnabend, 9. September, ab 19 Uhr beim AZ-Sommerfest am Verlagsgebäude in Uelzen auf.

Von Gerhard Sternitzke

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