Bauausschuss der Gemeinde Bienenbüttel will Bebauungsplan für Dorferneuerungen aufstellen

Rieste will neues Feuerwehrhaus

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Könnte das Gebäude durch ein neues ersetzt werden? Bürger wünschen sich das.

Rieste. Wie soll Rieste in Zukunft aussehen? Nach einem Beschluss des Gemeinderates Bienenbüttels vom 8. Mai dieses Jahres haben die öffentlichen Dorferneuerungsmaßnahmen in der Gemeinde für Rieste „höchste Priorität“.

Dazu gehört unter anderem die Frage: Bekommt Rieste ein neues Feuerwehr- oder Dorfgemeinschaftshaus? Damit hat sich der Bauausschuss Bienenbüttel bei seiner vergangenen Sitzung beschäftigt.

Wenn es nach den Riestern geht, dann soll die erste Variante verwirklicht werden. „Wir wünschen uns ein Feuerwehrhaus, weil wir unsere 100 Jahre alte Feuerwehr weiter erhalten möchten“, äußerte sich Ortsbrandmeister Michael Ehlers ganz deutlich. Auch die Position von Ortsvorsteher Hans-Hinrich Harms ging in dieselbe Richtung. „Aus unserer Sicht wird es auf ein Feuerwehrhaus hinauslaufen.“ Wie dieses aussehen könnte und wo ein geeigneter Standort wäre, darüber hat sich ein Planungsgremium, das aus Mitgliedern des Dorfvereins „Unser Rieste“ und der Freiwilligen Feuerwehr besteht, Gedanken gemacht und Vorschläge erabeitet.

Demnach soll es am Grünen Weg errichtet werden. Somit wären eine schnelle Erreichbarkeit der Kreisstraße K 20 und kürzere Wege für die infrastrukturellen Einrichtungen gegeben. Um den Flächenverbrauch gering zu halten, kann die Zuwegung in das Grundstück des Feuerwehrhauses integriert werden. Allerdings soll das Feuerwehrhaus eine abgespeckte Version des Edendorfers Feuerwehrhauses sein. Entfallen könnten dabei der Umkleideraum sowie die Werkstatt.

Nach dem Vorschlag des Ortsvorstehers geht jedoch ein Bauplatz verloren. „Wollen wir einfach viele Bauplätze verkaufen oder soll der Übungsplatz erhalten bleiben?“ – diese Frage stellte Bienenbüttels Bürgermeister Heinz-Günter Waltje in den Raum. „Tendenziell müssten wir etwas sagen und einen Bebauungsplan für Rieste aufstellen, der als Orientierungshilfe dienen soll“, meinte Waltje.

Dem schloss sich ebenso Aussschussvorsitzender Christopher Tieding (CDU) an: „Ich denke, es geht darum, dass wir einen Bebauungsplan aufstellen, den wir einem Städteplaner an die Hand geben. Wir werden dann den weiteren Ergebnisschritt begleiten.“

Ausschussmitglied Arnold Witthöft (Gruppe SPD/Stefan Waltje) argumentierte: „Es ist genug Platz vorhanden, um ein Haus dort hinzubauen und weiterhin viel Fläche für einen Kinder- oder Übungsplatz für die Feuerwehr zu haben.“ Eine Frage, die in den Raum geworfen wurde, war die nach dem grundsätzlichen Sinn eines Feuerwehrhauses in Rieste. Denn es koste ja Geld.

Damit leitete Waltje auf den Punkt der Finanzierung über: „Wenn wir ein Feuerwehrhaus bauen würden, bekämen wir nach dem jetzigen Verteilungsschlüssel des Landkreises Uelzen 40 Prozent Zuschuss. Doch diese Regelung habe das Niedersächsische Innenministerium gekippt und beanstandet. Eine neue Verteilung sei vorgesehen.

In der Zwischenzeit sei ein nicht zur Verfügung stehender aber zugesagter Zuschussbedarf von circa 4,6 Millionen Euro vorhanden. Davon bekäme die Gemeinde Bienenbüttel allein 1 067 000 Millionen Euro. „Zunächst werden alle alten Ansprüche abgearbeitet und ausgezahlt und wenn das erfolgt ist, wird das neue, erlassgemäße Verfahren zum Einsatz kommen soll. Das heißt, dass für diverse Jahre, beziehungsweise neue Investitionen, keine Mittel aus der Feuerschutzsteuer zur Verfügung stehen.“ So müsse sich die Gemeinde kurzfristig entscheiden, wie es nun weitergehe.

Von Volker Althoff

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