Essen auf Rädern, mal anders

Bienenbütteler Restaurant „Dorfgespräch“ bietet Dinner im Wohnmobil an

Wolfgang Feige durfte das Wohnmobil-Dinner in einem Testlauf schon einmal ausprobieren.
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Wolfgang Feige durfte das Wohnmobil-Dinner in einem Testlauf schon einmal ausprobieren.
  • Daniel Bieling
    vonDaniel Bieling
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Bienenbüttel – Noch immer warten Restaurants und andere Gastronomiebetriebe auf ein Zeichen, wann sie ihren Betrieb nach der coronabedingten Schließung wieder aufnehmen können. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, haben sich Sarah Dabergott und Annemarie Meyer, Inhaberinnen des Bienenbütteler Restaurants „Dorfgespräch“, etwas Besonderes ausgedacht.

Dabergott und Meyer bieten nämlich einen Restaurantbesuch im Wohnmobil an. Gäste können mit ihrem Wohnmobil auf dem restauranteigenen Parkplatz parken, Essen bestellen und es sich dann in dem fahrbaren Untersatz serviert bekommen. Fünf bis sechs Wohnmobile können so gleichzeitig bedient werden.

Restaurant-Feeling schaffen

Schon vor etwa einem Vierteljahr habe über diese Idee nachgedacht, erinnert sich Sarah Dabergott im AZ-Gespräch. Da aber immer wieder von Reisen abgeraten wurde, habe man vorerst von einer Umsetzung Abstand genommen – bis jetzt. „Wir wissen nach wie vor nicht, wie es mit dem Lockdown weitergeht“, sagt Dabergott. „Da müssen wir uns halt etwas Neues einfallen lassen.“

Denn auch der Außerhaus-Verkauf laufe nach zwei guten Monaten im Januar und Februar jetzt nur noch schleppend. Mit dem neuen Angebot wolle man daher auch wieder „ein bisschen Restaurant-Feeling“ schaffen“, erklärt Dabergott. „Und das soll auch wieder ein bisschen entschleunigend wirken.“ Dabei ist der Zeitpunkt, jetzt mit dem neuen Angebot zu starten, keinesfalls zufällig gewählt: „Die Wohnmobil-Saison geht wieder los“, weiß Dabergott.

Essen wird schön angerichtet, natürlich coronakonform

Doch nicht nur den Gästen, auch sich selbst wollen Dabergott und Meyer etwas Gutes tun. „Es tut ja auch gut, das Essen ein bisschen schön anzurichten“, sagt Dabergott. „Es ist erschreckend, wie schnell man sich an diesen Außerhaus-Verkauf gewöhnt.“ So werde zwar auch das Essen in den Boxen zum Mitnehmen angerichtet, aber auf einem Teller sehe das Ganze noch schöner aus – weshalb die Gerichte beim Wohnmobil-Dinner auch auf Tellern statt in Boxen serviert werden. Und: „Man kann die Gäste auch einfach mal wieder fragen, wie es geschmeckt hat“, freut sich Dabergott.

Der komplette Ablauf soll dabei stets coronakonform bleiben. So muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, und die Gäste sind dazu angehalten, ihre Kontaktdaten für eine mögliche Verfolgung einer Infektionskette anzugeben. Wie lange das Wohnmobil-Dinner angeboten wird, dazu kann Sarah Dabergott noch nichts sagen. Sie zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass das Restaurant wieder gut besucht sein werde, sobald es öffnen dürfe. Das habe die Wiedereröffnung nach dem letzten Lockdown gezeigt. Gäste im Wohnmobil zu bedienen, sei dann personell nicht mehr zu leisten.

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