Renovierung kann starten

Die Sanierung von Bienenbüttels Kirche St. Michaelis ist in greifbare Nähe gerückt – dem Förderkreis ist es gelungen, rund 20 000 Euro Spendengelder einzuwerben.Archivfoto: Ph. Schulze

lf/ib Bienenbüttel. Es ist geschafft: Endlich kann die Kirchenrenovierung in Bienenbüttel starten. Die Planungen sind lange abgeschlossen. Wie nötig die Renovierung der Kirche ist, kann jeder Besucher mit eigenen Augen wahrnehmen. Doch bislang fehlte, wie berichtet, das Geld. Obwohl die Kirche für die Sanierung hohe Fördersummen vom Kirchenkreis und vom Amt für Geoinformation erwartet, stand die Renovierung lange Zeit auf der Kippe. Denn Zuschüsse werden bekanntlich nur dann gewährt, wenn so genannte finanzielle Eigenmittel erbracht werden, die die Lücke der veranschlagten Bausumme schließen. Und das ist nun passiert.

Der Förderkreis Kirchengemeinde Bienenbüttel e.V. hat allein für die Kirchenrenovierung rund 20 000 Euro Spendengelder eingeworben. „Eine überwältigende Summe, mit der wir in so kurzer Zeit nicht gerechnet hatten“, erklärt der Vorsitzende des Förderkreises, Dieter Holzenkämpfer. Die Spendensumme setzt sich aus wenigen Großspenden, aber auch zahlreichen Kleinstspenden zusammen. Holzenkämpfer: „Das zeigt, wie wichtig den Menschen unsere Kirche ist und wie wenig sie im Zweifel darauf verzichten würden.“ Neben dem Geld an sich, geht von diesem Spendenverhalten der Bienenbütteler auch eine sehr positive und motivierende Signalwirkung aus.

Seit dem Frühjahr 2009 wirbt der Förderkreis mit dem Slogan „Wir lassen unsere Kirche im Dorf“. Weihnachtsmarkt, Bauernmarkt, Feuerwehrtag und Dorffest nutzte der Vorstand, um den jungen Förderkreis bei den Bürgern bekannt zu machen – mit Erfolg, wie sich nun zeigt. So manche Anschaffung, die das Gemeindeleben beispielsweise in der Gruppenarbeit unterstützt, ist so ermöglicht worden.

Im Förderkreis Kirche entscheiden die Mitglieder über die Verwendung der Einnahmen, sofern die Spendengelder nicht zweckgebunden sind. „Kirche ist für uns auch ein soziales Netzwerk, das man im Alltag kaum spürt, an dem man intensiv oder nur ganz selten teilnimmt“, meint der Vorstand. Deswegen will der Förderkreis die Bienenbütteler St.-Michaelis-Kirche mehr in den Mittelpunkt des Lebens rücken. Wie berichtet, bröckelt es in St. Michaelis von den schwitzenden Wänden. Nicht nur eine atmungsaktive Farbe muss dort aufgebracht werden, auch eine Rückführung in den ursprünglichen Zustand soll das Ziel der Kirchenrenovierung sein. Besonders am Herzen liegt der Kirchengemeinde auch die Schaffung eines barrierefreien Zugangs.

Der Förderkreis Kirchengemeinde Bienenbüttel e.V. hat sich „Kirche im Dorf und in unserem Leben lassen“ auf die Fahnen geschrieben – die kommende Mitgliederversammlung wird dies thematisieren sowie über die Verwendung der Gelder und neue Zielsetzungen abstimmen. Weiter erhalten Mitglieder und Gäste detaillierte Informationen über die Kirchenrenovierung. Die Versammlung findet am Montag, 28. Februar, um 20 Uhr im Bienenbütteler Gemeindehaus statt. Neben den Mitgliedern sind Interessierte ausdrücklich ebenso eingeladen.

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