Eon räumt Fehler ein

Rechnungen für eine Tote: Petra Jacobs soll für verstorbene Mutter zahlen

Jörg Ramüncke und Petra Jacobs sollten für einen Strom- und Gasvertrag von Petra Jacobs verstorbener Mutter zahlen. Eon hat den Fehler inzwischen eingeräumt.
+
Jörg Ramüncke und Petra Jacobs sollten für einen Strom- und Gasvertrag von Petra Jacobs verstorbener Mutter zahlen. Eon hat den Fehler inzwischen eingeräumt. 

Bienenbüttel – Petra Jacobs und ihr Lebensgefährte Jörg Ramüncke verstehen die Welt nicht mehr.

Im Laufe des Jahres hat die Bienenbüttelerin immer wieder Schreiben von Eon bekommen, in denen sie aufgefordert wurde, Rechnungen für ihre 2016 in Beetzendorf verstorbene Mutter zu begleichen. Diese war vom Energieversorger seit Dezember 2018 wieder als Verbraucherin geführt wurden.

„Ich war geschockt, ich dachte zuerst, das ist ein schlechter Scherz“, sagt die 48-Jährige, die inzwischen eine ganze Sammlung von Rechnungen von Eon erhalten hat. Das Haus ihrer Mutter in Beetzendorf hatte sie 2017 an einen Bekannten verkauft und die Schlussrechnung beglichen. Und auch ihr Sohn habe sich dort im November 2018 abgemeldet und seine Rechnung beglichen. „Das Haus ist in gute Hände gekommen, die Sache war für mich abgeschlossen“, sagt Petra Jacobs. Nach der ersten Rechnung hätten sie sofort Kontakt mit dem Unternehmen aufgenommen und alle erforderlichen Dokumente zugeschickt, um die ganze Sache aufzuklären.

„Wir hatten auch zwei Monate Ruhe, dann kam die nächste Rechnung“, berichtet Ramüncke. Nachdem man einen Anwalt eingeschaltet hat, folgt nach einem Entschuldigungsschreiben wieder eine Rechnung. Dieses Mal fordert Eon rund 460 Euro für den Strom- und Gasanschluss. Im Oktober folgt ein weiteres Entschuldigungsschreiben, aber nur zwei Tage später flattert die nächste Rechnung ins Haus, gefolgt von einer Mahnung. „Unsere Freunde schütteln nur noch mit dem Kopf, wenn wir ihnen die Geschichte erzählen“, sagt Petra Jacobs,

Ramüncke stört vor allem das Verhalten von Eon. Manhabe ihnen gesagt, dass sie für ein persönliches Gespräch nach Landshut kommen müssten. „Alle zwei Monate kriegt man so ein Schreiben und am Telefon wird man einfach abgefrühstückt“, kritisiert der 52-Jährige. Und dann gebe es noch nicht einmal einen Ansprechpartner vor Ort.

Eon-Pressesprecherin Maike Molling erklärt auf Anfrage der AZ, dass es aufgrund eines Missverständnisses und fehlender Informationen zum neuen Hauseigentümer zu einer Anmeldung der Mutter von Petra Jacobs zum 1. Dezember 2018 gekommen sei. „Die Mutter von Frau Jacobs wurde nach der Abmeldung des Kunden Tobias Jacobs fälschlicherweise für einen neuen Strom- und Erdgasvertrag angemeldet“, sagt Maike Molling. Der Stromvertrag sei inzwischen auch wieder abgemeldet wurden. An der Abmeldung des Erdgasvertrags werde zurzeit noch gearbeitet. „Unser Service-Team hat bereits eine Stornierung des Vertragskontos und der offenen Kosten veranlasst“, erklärt Maike Molling. Eon werde, wenn die Rückwicklung des Vertragskontos abgeschlossen sei, bei Petra Jacobs mit einer schriftlichen Bestätigung melden.

VON LARS LOHMANN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare