Ratsmitglieder füllen Anträge aus

Schnelles Glasfaser-Internet: Bienenbütteler Gemeindevertretung geht mit gutem Beispiel voran

Bienenbüttel. Als Ratsvorsitzender Gabriel Siller die Sitzung in der Ilmenauhalle geschlossen hat, stellen sich die Mitglieder des Bienenbütteler Gemeinderats noch einmal zusammen.

Alle Mitglieder des Bienenbütteler Gemeinderats gehen mit gutem Beispiel voran: Sie haben jeder ein Antragsformular für schnelles Internet ausgefüllt. Nur wenn 60 Prozent der Bürger mitmachen, wird das geplante Glasfasernetz tatsächlich gebaut.

Jeder von ihnen hält ein Stück Papier in der Hand: das ausgefüllte Antragsformular für schnelles Internet. Mit gutem Beispiel gehen die Kommunalpolitiker bei der Einführung des Glasfasernetzes voran, denn nur wenn 60 Prozent der Bürger in den unterversorgten Gebieten mitmachen, wird das schnelle Internet wirklich kommen. „Wir als Rat sind breit informiert worden und sind an dieser Stelle von dem zukunftsweisenden Projekt überzeugt“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Christopher Tieding am Donnerstagabend im Namen der gesamten Gemeindevertretung. Das Zeitfenster ist eng. Die Vorvermarktung startete am Montag, bis zum 30. Juni muss die notwendige Zahl an Anträgen aus den Clustern eins und zwei – das sind Bienenbüttel und die Dörfer um Bad Bevensen – erreicht sein, betont Norbert Hill, Geschäftsführer der Lüneburger Firma Lünecom, die das geplante Glasfasernetz pachten wird. „In drei Monaten die Menschen zu aktivieren, ist nicht so einfach, das ist uns aber vorgegeben.“

Norbert Hill

Die 60 Prozent beziehen sich jedoch ausschließlich auf die unterversorgten Gebiete. In den Dörfern, auf denen das Internet im Schneckentempo läuft, haben die Menschen gar keine andere Wahl. Nach Ende der Vorvermarktung kostet der Glasfaseranschluss 1700 Euro. Das Lüneburger Unternehmen, das bereits seit 1995 im Geschäft ist, startet nun mit Informationsveranstaltungen in den einzelnen Orten. Die erste findet am Montag, 10. April, um 18.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Grünhagen statt (Termin geändert). „Es ist schwer, Glasfaser zu erklären. Letztlich will der Bürger wissen, was es kostet, was es bringt und wie lange es dauert“, weiß Hill. Informationen und Anträge stellt die Lünecom auch im Internet unter www.deinnetz.de bereit. Die Botschaft soll aber auch Buswerbung transportieren.

Eingebunden werden aber auch örtliche Firmen als Vermarktungspartner, berichtet Hill: „Die haben die Antworten und vor allem kennen die ihre Kunden.“

Informationen gibt es auch beim heutigen Bienenbütteler Frühlingsfest.

Von Gerhard Sternitzke

Rubriklistenbild: © dpa

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