Rasthof-Pläne fordern Politik

Mit diesem Cartoon vom Bienenbütteler Künstler Wolfgang Sperzel machen die Hohnstorfer für ihr Anliegen mobil.

ib/mr Hohnstorf/Uelzen. Nachdem bereits einzelne Parteien und Fraktionen klar Stellung zu der Angelegenheit bezogen haben, wird sich jetzt die Politik der Gemeinde Bienenbüttel offiziell entscheiden: Am kommenden Dienstag, 15. Februar, wird sich der Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss mit dem geplanten Bau einer Tank- und Rastanlage bei Hohnstorf befassen.

Die Verwaltung schlägt den Kommunalpolitikern in einer Sitzungsvorlage vor, das Vorhaben abzulehnen, weil verschiedene Nachweise und Aussagen über Folgewirkungen fehlen – zum Beispiel über die Bewertung von landwirtschaftlichen Flächen oder die Organisation der Schmutzwasserentsorgung von der Rastanlage.

Zunächst aber wird es ein Treffen aller Interessierten vor Ort geben – und zwar beim Mahnfeuer am kommenden Sonntag ab 17 Uhr, zu dem die Bürgerinitiative „Hohnstorf 2011 – Rasthoffreie Zone“ einlädt. Mit dabei sind nicht nur Bürger aus Wulfstorf und Niendorf sowie aus Wollerstorf und Darrigsdorf im benachbarten Landkreis Gifhorn, die im Schulterschluss mit den Hohnstorfern ihren Widerstand gegen die Tank- und Rastanlage zeigen, sondern auch die Grünen-Landtagsabgeordnete Miriam Staudte und CDU-Landtagsabgeordneter Jörg Hillmer. Deren SPD-Kollegin Kirsten Lühmann kann aus terminlichen Gründen zwar nicht am Sonntag dabei sein, wird aber bereits am Sonnabend ab 11.30 Uhr beim Aufbau des Mahnfeuers in Hohnstorf sein.

Unterdessen signalisiert eine breite politische Mehrheit aus der Kreisstadt, dass eine größere Tank- und Raststätte in unmittelbarer Nähe an einer der beiden geplanten Autobahnausfahrten auf dem Stadtgebiet angesiedelt werden soll und die Anlage in Hohnstorf ersetzen könnte. Ein entsprechender Antrag der CDU-Ratsfraktion (AZ berichtete) liegt vor. Er wird jetzt von der Verwaltung noch präzisiert, kündigt Bürgermeister Otto Lukat an. Die Stadt favorisiert einen Autohof auf dem geplanten Gewerbeareal mit unmittelbarem Autobahnanschluss.

Lukat räumt ein, dass diese Variante mit den derzeitigen Richtlinien der Autobahnplaner nicht übereinstimmt. „Die sind aber nicht unverrückbar“, betont das Stadtoberhaupt: „Wir wollen sehen, ob es nicht eine vernünftige Lösung geben kann, die machbar ist.“

Die Fraktionen von CDU und SPD-haben bereits signalisiert, dass sie eine „Uelzener Variante“ in die bundes- und landespolitische Diskussion einbringen wollen Lukat: „Es ist unser Versuch, angesichts der vorhandenen Schwierigkeiten eine Lösung zu finden, von der alle profitieren.“

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