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Radwege in Wichmannsburg und Ebstorf werden deutlich teurer

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Von: Lars Becker

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Der Radweg zwischen Wichmannsburg und Hönkenmühle
Der allgemeine Anstieg der Baukosten und Entwurfsanpassungen sorgen dafür, dass die Sanierung des Radwegs an der K1 zwischen Wichmannsburg und Hönkenmühle deutlich teurer als geplant ausfällt. © Bieling, Daniel

Gleich für zwei Radweg-Projekte im Landkreis Uelzen hat der Uelzener Kreisausschuss jetzt erhebliche Mehraufwendungen gebilligt.

Wichmannsburg/Ebstorf -  Die jeweils groben Kostenschätzungen für die Erneuerung des Radweges an der Kreisstraße 1 zwischen Wichmannsburg und Hönkenmühle sowie den Neubau des Radweges an der Kreisstraße 20 zwischen Ebstorf und Wessenstedt liegen deutlich unter den Ergebnissen der Ausschreibungen. Aus vergaberechtlichen Gründen darf die Kreisverwaltung die konkreten Zahlen allerdings (noch) nicht nennen.

Die im Haushalt 2022 mit 600 000 Euro veranschlagte Sanierung des Radweges an der K1 zwischen der Brücke über die Ilmenau in Wichmannsburg bis zur Kreuzung der K 65 bei Hönkenmühle samt Verbreiterung um 50 Zentimeter auf 2,50 Meter wird zu 75 Prozent vom Land gefördert – im Haushalt sind 450 000 Euro eingeplant. Hier sorgen der allgemeine Anstieg der Baukosten und Entwurfsanpassungen dafür, dass die Gesamtkosten enorm steigen.

Der rund ein Kilometer lange Radweg wird auf freier Strecke in Betonbauweise, der innerorts liegende Gehweg mit Betonsteinpflastern befestigt. Letzterer erstreckt sich auf eine Länge von circa 385 Metern. Von der Brücke bis zum Ortsausgang entsteht ein Gehweg mit einer Querungshilfe jeweils am Beginn und Ende, die auch den Verkehr in diesem Bereich entschleunigen soll. (AZ berichtete).

Beim neuen Radweg entlang der Kreisstraße 20 zwischen Ebstorf und Wessenstedt ist die Kostensteigerung annähernd genauso hoch. Sie ist aber auch noch darin begründet, dass auf Wunsch des Klosterfleckens Ebstorf auf der L 233 in Höhe der Straße „Am Teichgehege“ ein Gehweg mit Ampel entstehen soll. Diese Kosten trägt der Klosterflecken Ebstorf selbst.

In den Uelzener Kreishaushalt sind 1,3 Millionen Euro eingestellt worden. Im Finanzplan 2023 stehen hier ebenfalls erwartete Zuwendungen in Höhe von 975 000 Euro (75 Prozent). In beiden Fällen ist die Deckung der zusätzlichen Mittel gesichert, wie es im Kreisauschuss hieß.

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