Feuerwehren üben Rettungseinsatz

Qualm im alten Feuerwehrhaus Bienenbütteler

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Atemschutzgeräteträger kehren von ihrem schweißtreibenden Rettungseinsatz zurück.

Bienenbüttel. Blaulicht, Scheinwerfer, schwere Dieselmotoren: Plötzlich ist die Ebstorfer Straße hinter dem Bienenbütteler Rathaus voll mit Feuerwehrfahrzeugen. Dichter Rauch quillt aus den Fenstern in der Wohnung über dem alten Feuerwehrhaus.

Die Ebstorfer Straße ist voller Feuerwehrfahrzeuge.

Männer unter schwerem Atemschutz laufen ins Gebäude. Menschen müssen gerettet werden. Andere schleppen gelbe Löschschläuche hinein. Das leerstehende Feuerwehrhaus bildete am Mittwochabend die Kulisse für eine groß angelegte Übung des Zugs Mitte der Feuerwehren Bienenbüttel, Bargdorf und Wichmannsburg mit insgesamt 30 Aktiven. Mit piependen Atemschutzgeräten kommen die Einsatzkräfte aus der Tür des ehemaligen Mühlenbachzentrums. Wenn die Kameraden ihnen die Maske abnehmen, kommen schweißüberströmte Köpfe zum Vorschein. Immerhin wiegt allein das Gerät mit den Sauerstoffflaschen 20 Kilo, und das Atmen durch die Maske fällt schwer.

Nach einer Stunde ist die Übung abgeschlossen. Die Feuerwehrleute strömen zur Nachbesprechung ins Haus. „Es hätte noch besser laufen können“, lautet die gemischte Bilanz von Brandmeister Markus Eisele, der die Übung geleitet hat. „Der Einsatz war erschwert, weil die Wege im Obergeschoss verwinkelt und absichtlich mit Gegenständen verstellt sind.“

Vorteil der vorher angekündigten Übung: Die Feuerwehrleute hatten Zeit, ihre Aufgaben gründlich und nach Vorschrift abzuarbeiten. „Wenn es ein Ernstfall wäre, würde das nicht so ruhig ablaufen“, ist Eisele überzeugt. Zudem wurde das Zusammenspiel der Nachbarwehren geübt.

Marcus Krahn hat die Aktivitäten aus dem Hintergrund und in Zivil verfolgt. Der stellvertretende Bienenbütteler Ortsbrandmeister ist unterm Strich mit den Leistungen der Feuerwehrleute zufrieden. Bei der Übung kam auch der neue Einsatzleitwagen der Bienenbütteler Feuerwehr zum Einsatz. Alle Daten werden in dem mit moderner Technik vollgestopften Transporter digital dokumentiert.

Es war nicht der letzte Blaulicht-Einsatz hinter dem Rathaus. Krahn kündigt an, dass weitere Übungen in der alten Feuerwehr geplant sind, sogar ein echtes Feuer soll in den Räumen gelöscht werden. „So eine Chance bekommt man nicht immer.“

Die Gemeinde hatte durch den Umzug der Bücherei in diesem Jahr Platz für das neue Mühlenbachzentrum im Rathaus geschaffen. Ratsherr Christopher Tieding hatte die kommunale Immobilie

gekauft.

Von Gerhard Sternitzke

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