Wichtenbeck gewinnt Feuerwehr-Wettbewerb der Samtgemeinde Suderburg in Räber

Und plötzlich platzt der Schlauch

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Auf dem Räberspringweg wartete auf die Wettkampf-Teilnehmer, hier die Feuerwehr Suderburg, ein Löschangriff mit Schläuchen und Wasser aus einem Hydranten.

Räber. Es brennt mitten in Räber. Unverzüglich starten die Feuerwehren ihren Löschangriff, doch plötzlich platzt einer der Schläuche. Jetzt heißt es für die Einsatzkräfte, schnell zu reagieren und den Schlauch auszutauschen.

Das gelingt – und schließlich heißt es „Wasser marsch!“. Nach kurzer Zeit ist das Feuer gelöscht. Mit diesem Einsatz- szenario wurden die Brandschützer am Sonnabend beim Feuerwehrwettbewerb der Samtgemeinde Suderburg in Räber konfrontiert.

Eine weitere Aufgabe gab es auf dem Spielplatz. Hier kuppelt die Wehr Räber gerade Saugleitungen an und schließt sie an die Tragkraftspritze an.

13 der insgesamt 14 Ortswehren waren bei diesem Leistungsvergleich nach den neuen Richtlinien des Landesfeuerwehrverbandes am Start. Dabei wurden zwei verschiedene Zeittakte addiert. Zudem ermittelten die Wettkampfrichter, in welchem Umfang die Wehren das vorgegebene Ziel erreicht hatten. Am Ende siegte die Feuerwehr Wichtenbeck mit einer Zeit von 46,23 Sekunden und 99,79 Prozent Zielerreichung. Zweiter wurde Suderburg (55,15 und 99,5 Prozent) vor Bahnsen (65,48 und 99,16 Prozent). Auf Platz vier landete Böddenstedt (89,46 und 99,14 Prozent), gefolgt von Dreilingen (68,30 und 98,97 Prozent).

Anders als bei den Wettkämpfen in der Vergangenheit, bei denen alle Aufgaben auf einer langen Bahn zu erledigen waren, besteht der neue Leistungsvergleich aus drei räumlich und zeitlich voneinander getrennten Modulen. „Das ist aber keine große Umstellung, denn das sind die Grundkenntnisse, die jeder Kamerad bei jedem Einsatz beherrschen muss“, erklärt Räbers Ortsbrandmeister Thomas Meyer, dessen Wehr den Samtgemeindewettkampf anlässlich ihres 140-jährigen Bestehens ausrichtete.

Im ersten Modul wurde auf dem Räberspringweg der Löschangriff simuliert. Zunächst galt es, mit einem Standrohr aus einem Hydranten Wasser zu entnehmen und es weiterzuleiten. Nachdem die Hürde des angeblich geplatzten Schlauchs gemeistert war, mussten die Feuerwehrleute zwei Kanister von Stangen spritzen. Die Wertungsrichter achteten dabei auf die Zeit und die korrekte Ausführung der einzelnen Elemente.

Die beiden anderen Module warteten auf dem Spielplatz des Ortes. Zum einen wurden vier Saugleitungen angekuppelt, ein Saugkorb montiert und das Ganze an eine Tragkraftspritze angeschlossen. Zum anderen gab es einen Leitereinsatz mit Menschenrettung vom etwa vier Meter hohen Feuerwehrturm.

Mit den Leistungen der Wehren ist Ortsbrandmeister Meyer hoch zufrieden. „Es ist alles sehr gut gelaufen“, bilanziert er und lobt auch das Rahmenprogramm mit Spielen für Kinder und einem reichhaltigen Büfett aus Torten und Kuchen, gebacken und gespendet von Räberaner Frauen. Mit einem musikalischen Frühschoppen in der Festscheune endete gestern das Wettkampf-Wochenende.

Von Bernd Schossadowski  

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