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Planung für Überquerungshilfen in Wichmannsburg genauer vorgestellt

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Von: Jannis Wiepcke

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Autos fahren durch Wichmannsburg
Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde sind in Wichmannsburg laut den Anwohnern nicht selten zu beobachten. Die Überquerungshilfen sollen den Verkehr entschleunigen. © Bieling, Daniel

Ein Ingenieurbüro aus Bad Bevensen stellte im Bienenbütteler Bau- und Umweltausschuss die Planungen für Überquerungshilfen in Wichmannsburg genauer vor. Ziel der Maßnahme ist die Verkehrsberuhigung.

Wichmannsburg - „Das ist enorm wichtig für Wichmannsburg“ – das sagt Kathrin Ellenberg und meint damit, dass sich Dorfbewohner in der Vergangenheit immer wieder für eine Verkehrsberuhigung im Ort eingesetzt haben. Die Planung dazu nimmt jetzt konkrete Formen an. Ein Ingenieurbüro stellt die Entwürfe für zwei Querungshilfen im jüngsten Bienenbütteler Bau- und Umweltausschuss vor.

Wie bereits von der AZ berichtet, sollen im Zuge von Sanierungsarbeiten an der Kreisstraße 1 Überquerungshilfen im Abstand von 350 Metern an den beiden Standorten „Einmündung Sandberg“ beziehungsweise „Wohngebiet am Sandberg“ an der Billungstraße entstehen. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf etwa 133 000 Euro.

Der Landkreis würde den Bau am letztgenannten Standort mit 45 000 Euro fördern. Grund hierfür ist, dass viele Anwohner – besonders Schulkinder und Jugendliche – den Trampelpfad nahe des Trafohauses nutzen, um von dort auf die andere Seite der Kreisstraße zu gelangen. Die Baumaßnahme soll den Verkehr entschleunigen und den Anwohnern ein sicheres Überqueren ermöglichen.

„Alle Fahrzeuge können problemlos vorbeifahren“, betont Ulrich von der Ohe vom Bevenser Ingenieurbüro Heidt und Peters, als er die Entwürfe vorstellt. Eine Verschwenkung der Fahrbahn soll an beiden Standorten für eine langsamere Fahrweise sorgen. Für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte werde der Bord absenkt.

Der Landkreis Uelzen will nach Angaben der Bienenbütteler Verwaltung zudem beantragen, dass das Wichmannsburger Ortsschild weiter nach vorne gerückt wird, damit Autofahrer, die aus Richtung Lietzberg kommen, früher abbremsen. Laut Kathrin Ellenberg seien in diesem Bereich regelmäßig Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometer pro Stunde zu beobachten.

Da der auf privatem Grund gelegene Trampelpfad unbefestigt ist, plant die Verwaltung darüber hinaus, den Weg für die Benutzung durch die Öffentlichkeit zu sichern. Wie im Bau- und Umweltausschuss deutlich wurde, ist jedoch noch unklar, ob die Gemeinde das Grundstück hierfür kaufen muss und welche Folgekosten daraus resultieren. Gespräche mit den Grundstücksbesitzern sollen im weiteren Verlauf der Planung folgen. Laut Bienenbüttels Bürgermeister Dr. Merlin Franke haben diese grundsätzlich ihre Verhandlungsbereitschaft signalisiert.

Ungeachtet des Beratungsergebnisses gab Verwaltungsmitarbeiter Jan-Hinrich Jäkel zu, dass die Gemeinde im Falle eines Kaufs nicht um das Aufstellen von Laternen herumkommen werde. Er machte aber auch deutlich, dass das benötigte Geld sinnvoll investiert sei, da die Beleuchtung die Verkehrssicherheit in diesem Bereich zusätzlich erhöhen würde.

Der Ausschuss sprach sich deshalb trotz einiger offener Fragen grundsätzlich dafür aus, dass die Überquerungshilfen gebaut werden. Zudem sollen die Möglichkeiten der Sicherung des Trampelpfades geprüft und eine damit verbundene Anliegerbeteiligung durchgeführt werden.

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