Suche nach dem idealen Standort

Pflanzen der Ersatz-Obstbäume in Hohenbostel gestaltet sich schwierig

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Als Ersatz für 23 gefällte Obstbäume sollen 46 neue Bäume in Hohenbostel gepflanzt werden. Doch die Suche nach geeigneten Standorten gestaltet sich schwieriger als angenommen. 

Hohenbostel – 46 neue Bäume sollen in Hohenbostel gepflanzt werden, das versprach Bienenbüttels Bürgermeister Dr. Merlin Franke im Frühjahr 2018, nachdem die Fällung von 23 Obstbäumen im Wohngebiet Klusfeld für einen Aufschrei unter vielen Bürgern gesorgt hat.

Nach eineinhalb Jahren sind inzwischen die gefällten Obstbäume durch Neupflanzungen ersetzt worden. Doch das Pflanzen der restlichen Bäume gestaltet sich laut Mathias Jeßen von der Kommunalpolitischen Alternative (KA) und Hohenbostels Ortsvorsteherin Diana Wendt-Dittmer (KA) schwieriger als gedacht. Es gebe vermehrt Nachfragen, warum das Ganze so lange dauert, berichten sie.

„Die weiteren Ersatzobstbäume, die im Rahmen der Selbstverpflichtungserklärung der Gemeinde gepflanzt werden sollen, stellen allerdings eine größere Herausforderung dar, weil Hohenbostel sehr bewaldet ist und diese Bäume als Gruppe zusammenbleiben müssen, um sich gegenseitig zu befruchten“, berichtet Jeßen. Zurzeit sei man damit beschäftigt, geeignete Standorte für die weiteren Bäume zu finden. Daran beteiligt sind neben der Gemeindeverwaltung und Ortsvorsteherin Diana Wendt-Dittmer auch Hohenbosteler Bürger, die einen Arbeitskreis gegründet haben. „Diese Standorte sind nicht leicht zu finden, wobei im Sommer keine Eile geboten ist“, sagt Jeßen. Momentan habe man verschiedene Möglichkeiten im Auge, in denen auch die Landwirtschaft mit einbezogen ist. „Es müssen dort aber verschiedene Faktoren berücksichtigt werden wie Beregnungsanlagen, Behinderung der Feldabfuhr und Schattenwurf“, erklärt Jeßen.

Sie sei positiv gestimmt, was eine Lösung angeht, könne aber auch die Ungeduld der Bürger nachvollziehen, sagt Diana Wendt-Dittmer.

Bei den 23 Ersatzbäumen handelt es sich nach Absprache mit den Anwohnern nicht ausschließlich um Obstbäume, es wurden auch Akazien und Robinien gepflanzt. Diese seien leichter zu pflegen, trügen aber auch zum Wohlsein der Insekten und Vögel bei und seien von Fachleuten und Imkern ausgesucht worden.

VON LARS LOHMANN

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