Bauausschuss: Areal beim Bahnhof soll als Stellfläche genutzt werden

59 Parkplätze gegen Dauerparker in Bienenbüttel

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Um die angespannte Parkplatzsituation durch Dauerparker an der Bienenbüttleler Bahnhofstraße zu entschärften, sollen jetzt 59 neuen Parkplätze für Pendler unmittelbar am Bahnhof geschaffen werden.

Bienenbüttel. 59 neue Parkplätze für Pendler direkt am Bienenbütteler Bahnhof sollen die angespannte Parkplatzsituation in der Gemeinde entschärfen. Im Bauausschuss wurde jetzt mit einer Gegenstimme von Reinhard Schelle-Grote (Grüne) empfohlen, die Parkplätze zu bauen und gleichzeitig den Gehweg zur Unterführung teilweise zu erneuern.

„Es wird höchste Zeit. Wir müssen handeln. Die Situation an der Bahnhofstraße ist nicht mehr haltbar“, sagte Uwe Hinrichs (CDU). Mit den geplanten Parkplätzen könne die beliebte Einkaufsstraße entlastet werden.

Schelle-Grote hat aus städtebaulicher Sicht Bauchschmerzen bei dem gewählten Standort. Da man in diesem Bereich links und rechts nur noch Autos erblicke, gebe es kein gutes Ortsbild. Außerdem bezweifelt er, dass die Flächen ausreichen. „Wenn der HVV kommt, reicht die Stellfläche nicht“, sagte er. Sinnvoller wäre es, über ein Parkhaus nachzudenken. Da seien die Gesamtkosten von rund 370 000 Euro und der Eigenanteil der Gemeinde von rund 46 000 Euro aber zu hoch, dafür sei kein Geld da.

„Es ist ein Widerspruch, bei der Summe von 46 000 Euro zu stutzen, aber dann ein Parkhaus zu forden“, sagte Christopher Thieding (CDU). Bei der in Aussicht gestellten Fördersumme mache es Sinn, die Parkplätze zu bauen. „Es wäre verantwortungslos, es nicht zu machen“, befand auch Mathias Jeßen von der Kommunalpolitischen Alternative.

Die 59 Parkplätze sind laut dem Planer Jörn Lehmann fünfeinhalb Meter lang und 2,50 Meter breit. Da durch den geplanten Parkplatz ein Graben fließt, ist das Areal in zwei Hälften geteilt und wird über eine einspurige Brücke miteinander verbunden. Außerdem sind Leerrohre vorgesehen, um später die Möglichkeit zu schaffen, Ladestationen für Elektroautos aufzustellen. Für die Fahrradfahrer werden zwei neue Fahrradboxen aufgestellt. Diese könnten auch mit Ladestationen für Pedelecs ausgestattet werden. In den Boxen selbst können zwölf bis 16 Fahrräder untergebracht werden.

Die Auf- und Abfahrt wird näher zum Kreisel verlegt, weil die jetzige Zufahrt zu unübersichtlich und zu nah an der Unterführung liege.

Um kurzfristig Entlastung bei der angespannten Parkplatzsituation zu schaffen, regte Arnold Witthöft (SPD) an, einen SPD-Antrag zur Parkplatzsituation schnell umzusetzen: Auf einer Leerfläche beim Edeka-Markt könnte zusätzlicher Parkraum geschaffen werden.

Von Lars Lohmann

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