Ortsvorsteher von Bargdorf und Wichmannsburg kritisieren erhöhtes Verkehrsaufkommen

Poller-Situation auf der B 4 – eine Farce?

Über die Brücke in Wichmannsburg rollt der Verkehr
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Am Donnerstag kam es in Wichmannsburg zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen. Ortsvorsteherin Kathrin Ellenberg sieht einen Grund bei den Leitpfosten auf der B 4.
  • Daniel Bieling
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Wichmannsburg/Bargdorf – Erst ein Unfall zwischen Bienenbüttel und Jelmstorf am Mittwoch, dann eine Baustelle auf der B 4, gegenüber der Uelzener Straße in Bienenbüttel am Donnerstag – oft mussten sich die Autofahrer in den vergangenen Tagen auf der Bundesstraße gedulden. Jene, die nicht so geduldig waren, wählten stattdessen den Weg über die Dörfer – sehr zum Unmut der Ortsvorsteher.

Am Mittwoch war vor allem Bargdorf betroffen. Über Feldwege kamen die Autofahrer aus Jelmstorf in den Bienenbütteler Ortsteil. „Das ist eine unerträgliche Situation“, meint Ortsvorsteher Christopher Tieding. Der vermehrte Verkehr durch den Ort ist nach Tiedings Auffassung durch die aufgestellten Leitpfosten auf der B 4 bedingt: „Der kleinste Auffahrunfall kann dadurch nicht mehr umfahren werden.“

Am Donnerstag wiederum war gegenüber des Bienenbütteler Ortsausgangs an der Uelzener Straße auf der B 4 eine Baustelle eingerichtet. Dort kam es vor einigen Wochen zu einem Fahrzeugbrand, weshalb jetzt die Fahrbahndecke erneuert werden musste. Der Verkehr wurde durch Ampeln geregelt – Stau war die Folge.

So wählten auch hier viele Fahrer eine alternative Route, dieses Mal über Wichmannsburg. Für die Anwohner sei das wahnsinnig nervig, sagt Ortsvorsteherin Kathrin Ellenberg. Sie schätzt, dass sich das Verkehrsaufkommen im Ort am Donnerstag um 300 Prozent erhöht habe. So führt der Verkehr auch über die 16-Tonnen-Brücke in Bienenbüttel. Das sieht Ellenberg kritisch: „Da machen auch die 40-Tonner keinen halt vor.“ Auch Ellenberg sieht das Problem bei den Pollern: „Jetzt kann keiner mehr ausweichen.“ Auch eine Umleitung sei nicht ausgeschildert gewesen.

So wollen sich Tieding und Ellenberg jetzt per Brief an die Landesstraßenbaubehörde wenden. „Weil wir diese Poller-Situation als Farce empfinden“, betont Ellenberg.

Till Gühlke ist Leiter der Straßenmeisterei in Lüneburg, die für die Baustelle am Donnerstag verantwortlich war. Er räumt ein, dass der Verkehr auf der B 4 durch die Ampel lange stehen musste. Eine Umleitung sei jedoch nicht erforderlich gewesen, da die Baustelle befahrbar war – wenn auch mit Zeitverlust. Die Kritik an und die Gefahr durch abgerissene Poller möchte Gühlke nicht teilen. Da diese in einem nicht befahrbaren Bereich der Straße stehen, seien sie ohnehin eigentlich nicht für den Verkehr erreichbar.

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