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Organisator verkündet das endgültige Aus der Markt-Veranstaltung in Bienenbüttel

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Von: Jannis Wiepcke

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 die Besucher können spektakuläre Schwertkämpfe bestaunen.
Auf dem Mittelaltermarkt in Bienenbüttel konnten die Besucher neben Wikingern und Gauklern auch spektakuläre Schwertkämpfe bestaunen.  © Freier Mitarbeiter

Vor zehn Jahren öffnete zum ersten Mal der Mittelaltermarkt in Bienenbüttel. Doch nach zwei Jahren Zwangspause steht nun endgültig fest, dass das Event nicht wiederbelebt wird.

Einmal jährlich schlenderten im Sommer Wikinger, Gaukler und Schwertkämpfer über die Ilmenauwiesen in Bienenbüttel – dann kam Corona und bereitete dem geselligen Treiben auf dem Mittelaltermarkt ein vorzeitiges Ende. Klar ist nun: Eine erneute Zeitreise nach „Biangibudiburg“ – so lautet der historische Name – wird es in der Einheitsgemeinde nicht mehr geben, wie Organisator Detlef Krohn im AZ-Gespräch klarstellt.

„In Bienenbüttel mache ich das nicht mehr“, sagt Krohn, der die Veranstaltung vor zehn Jahren ins Leben rief. Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte er sich noch zuversichtlich um eine baldige Fortsetzung gezeigt und erklärt, dass 2021 „auf jeden Fall“ ein Mittelaltermarkt stattfinden solle – doch auch ihm blieb der Blick in die Glaskugel verwehrt.

Die Infektionszahlen bewegten sich im vergangenen Jahr bekanntermaßen weiter auf einem hohen Niveau. Somit fehlte dem Organisator die Planungssicherheit, was für ihn bei Austragungskosten von rund 13 000 Euro ein zu hohes finanzielles Wagnis darstellte. „Das Risiko habe ich komplett selbstgetragen“, mahnt der Organisator, der durch Corona auch Einbußen beim Betrieb seiner Gaststätte hinnehmen musste.

Großveranstaltungen sind jetzt zwar wieder erlaubt, doch auch im Leben von Detlef Krohn hat sich einiges verändert. Er ist mittlerweile nach Süttorf gezogen und hegt deshalb keine Pläne, den Mittelaltermarkt erneut in Bienenbüttel auszurichten. Vielmehr kann er sich vorstellen, die Veranstaltung in seinem neuen Heimatort aufleben zu lassen.

„Immer das gleiche zu machen ist langweilig“, sagt der Mittelalter-Fan. „Wenn ich das wieder mache, will ich diesmal das ganze Dorf mit einbeziehen.“ Die Voraussetzungen für dieses Vorhaben sind denkbar gut: Neben seinem Gasthaus in dem kleinen Örtchen in der Nähe von Rosche befindet sich eine große Wiese, auf der die Veranstaltung stattfinden könnte. Somit wäre es auch wieder möglich, Attraktionen wie die Zeltstadt und die rund 500 Mitwirkenden unterzubringen, die bis zum Jahr 2019 die Einheitsgemeinde Bienenbüttel bevölkert haben.

„Die Kontakte zu meinen Mitstreitern habe ich immer noch“, verrät Krohn. Das „Mittelalter-Fieber“, dass den Süttorfer vor zwölf Jahren auf den Lüneburger Sülfmeistertagen befallen hat, konnte Corona also doch überdauern.

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