Zusätzliche Gruppe nötig

Not-Kita im Dorfgemeinschaftshaus in Grünhagen

Mädchen und Jungen spielen in einer Kindertagsstätte
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Bald toben Kinder durch das Dorfgemeinschaftshaus in Grünhagen. Durch die während der Corona-Pandemie verstärkt genutzte Flexi-Kinder-Regelung mussten kurzfristig zusätzliche Kita-Plätze eingerichtet werden.
  • Daniel Bieling
    VonDaniel Bieling
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Bienenbüttel/Grünhagen – Die Corona-Pandemie stellte viele Eltern vor Herausforderungen in der Kinderbetreuung. Viele Familien machten von der vom Land Niedersachsen 2018 geschaffenen Möglichkeit der Flexibilisierung des Einschulungstermins Gebrauch. Hierdurch können Eltern von Kindern, die im Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September eines Jahres das sechste Lebensjahr vollenden, ein Jahr länger in der Kita bleiben.

Das wiederum schuf für die Kommunen neue Herausforderungen, so auch für die Einheitsgemeinde Bienenbüttel. Laut Verwaltung liegt die Zahl der zurückgestellten Kinder in diesem Jahr bei 27, sonst waren es fünf bis sieben Kinder. Dafür müssen mehr Kita-Betreuungsplätze angeboten werden.

Dorfgemeinschaftshaus statt Container

Doch wo sollen die Kinder untergebracht werden? Zunächst waren Container angedacht. Dies stellte sich aber schnell als zu teuer heraus. Der Kauf einer Container-Anlage für einen Kindergarten mit zwei Gruppenräumen würde die Gemeinde rund 357 000 Euro kosten, die jährliche Miete knapp 100 000 Euro – ohne die Kosten für eine Montage.

Deshalb sah sich die Verwaltung nach Alternativen um und kam schließlich auf das Dorfgemeinschaftshaus in Grünhagen. Die Gründe hierfür erklärte Bürgermeister Dr. Merlin Franke am Dienstagabend im Sozialausschuss. Das Dorfgemeinschaftshaus besitze eine fertige Außenanlage mit Spielzeug für die Kinder und biete Sicherheit durch die Einzäunung.

Projekt ist auf ein Jahr befristet

Die Dorfgemeinschaft habe bereits ihre Zustimmung gegeben, erklärte Ausschussvorsitzender Gabriel Siller (SPD). Zunächst sei das Projekt auf ein Jahr befristet, betrieben werde die zusätzliche Gruppe vom DRK. Franke kündigte zudem an, dass die Kita-Außenstelle wahrscheinlich im ersten Quartal 2022 in Betrieb genommen werde. Das Land Niedersachsen habe zudem schon eine Betriebserlaubnis in Aussicht gestellt, und ein Antrag auf Nutzungsänderung beim Landkreis Uelzen werde derzeit erarbeitet. „Wir hoffen, dass sich die Wogen der Pandemie schnell wieder glätten, denn das ist eine Herausforderung“, so Franke. Auch die sanitären Anlagen im Dorfgemeinschaftshaus würden kindgerecht umgebaut.

Dank an Dorfgemeinschaft

So bedankte sich Franke beim DRK und bei der Dorfgemeinschaft ausdrücklich für die Nutzungsmöglichkeit. Dem Dank schlossen sich Siller, Andreas Meyer (CDU) und Mathias Jeßen (KA) an. Siller sprach von einer „super Lösung“.

Für die Dorfgemeinschaft war Andreas Feige – ebenfalls CDU-Ortsvorsteher von Grünhagen – anwesend. Das Gebäude zur Verfügung zu stellen, sei in der Dorfgemeinschaft viel diskutiert worden. Denn nach der Pandemie sei das Haus dann weiterhin nicht nutzbar. Letztlich konnte man sich aber einigen: „Die Gemeinde ist immer auf unserer Seite gewesen, also können wir das jetzt zurückgeben.“

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