Bauträger aus Baden-Württemberg hat Bienenbütteler Projekt Wohnpark an der Ilmenau übernommen

Neuer Investor will Plan umsetzen

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Seit dem Abriss im vorigen Jahr ist auf dem Gelände des ehemaligen Bienenbütteler Hotels Drei Linden nichts passiert. Bauträger Frank Scheper hat aber das Grundstück gekauft und will das Vorhaben Wohnpark an der Ilmenau zügig umsetzen. 

Bienenbüttel. 4,6 Millionen Euro für ein ambitioniertes Projekt mit dem Titel „Wohnpark an der Ilmenau“ – diese Investition war für Bauträger Lothar Harder offenbar eine Nummer zu groß.

Von den 23 exklusiven Wohnungen mit Tiefgarage ist noch nicht einmal ein Fundament zu sehen. Hinter dem Bauzaun eine Sandfläche mit traumhaftem Blick ins Ilmenautal. Doch inzwischen gibt es einen neuen Investor, und der will das Vorhaben zeitnah umsetzen. Heute, Donnerstag, beschäftigt der Wohnpark den Bauausschuss der Gemeinde Bienenbüttel. Die Sitzung findet um 18. 45 Uhr im Mühlenbachzentrum im Rathaus statt.

Frank Scheper

Frank Scheper hat das 3700 Quadratmeter große Grundstück bereits vor einem Jahr von Harder gekauft. Der 50-Jährige aus der Nähe von Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg kennt sich mit großen Projekten aus. Der Bauingenieur hat nach eigenen Angaben verschiedene Kliniken für den Helios-Konzern errichtet. 2015 gründete der fünffache Vater die Immobilien Scheper GmbH, um als Bauträger tätig zu werden. Harder soll für ihn den Rohbau errichten.

„Wir sind im Moment in der Planung und Abstimmung“, sagt Scheper auf AZ-Nachfrage. Auf Wunsch der Gemeinde hat Architekt Jürgen Othmer, früherer Bienenbütteler Bürgermeister, die Planung überarbeitet. So gibt es jetzt 36 Parkplätze in der Tiefgarage und weitere vier Besucherparkplätze. „Das macht auch Sinn, damit die Besucher nicht an der Straße parken“, findet Scheper. Zwei mehrstöckige Wohnungen am Hang verkleinern sich durch die Vergrößerung der Tiefgarage von üppigen 200 auf 140 Quadratmeter. Die Wohnanlage soll von außen überwiegend verklinkert werden.

Die Gemeinde hat dem Projekt im vorigen Jahr bereits zugestimmt. Wegen der Änderungen wird sie ein weiteres Mal beteiligt. Gleichzeitig muss ein vorhabenbezogener Bebaungsplan für die Lindenstraße verabschiedet werden. Er legt unter anderem eine Gebäudehöhe von bis zu 13 Metern beziehungsweise von neun Metern im hinteren Bereich des Grundstücks fest. Für die Planung zahlt der Investor.

Das Projekt Wohnpark an der Ilmenau war zunächst auf großes Interesse gestoßen. Mehrere Interessierten hatten sich kurz nach Bekanntwerden des Vorhabens für eine Eigentumswohnung vormerken lassen. Wegen mehrmaliger Verzögerungen beim Abriss und Beschwerden über von Harder verkaufte Wohnungen in Bad Bevensen gab es jedoch Zweifel an der Seriosität des damaligen Bauträgers. „Ich hatte schon 15 heiße Kandidaten“, berichtet Scheper. „Mittlerweile haben viele anderweitig eine Wohnung gefunden.“

Nun soll es einen Neustart geben. „Die Finanzierung steht. Es ist alles mit der Volksbank Lüneburg abgestimmt“, stellt Scheper klar. „Ich möchte einfach ein tolles Gebäude hinstellen.“

Von Gerhard Sternitzke

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