Tanja Stahl von „Kanu aktiv“ zeigt sich zufrieden

Neue Corona-Verordnung lockert Auflagen für Kanu-Touren in Bienenbüttel

Das Unternehmen „Kanu aktiv“ aus Bienenbüttel bietet Kanu-Touren auf der Ilmenau an.
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Mit der neuen Corona-Verordnung sind Kanu-Touren wieder unter weniger strengen Auflagen möglich. Das freut auch Tanja Stahl von „Kanu aktiv“.
  • Daniel Bieling
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Bienenbüttel – Die neue Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen bringt einige Lockerungen mit sich. Davon profitieren auch Tourismusbetriebe wie „Kanu aktiv“ aus Bienenbüttel.

„Die neue Verordnung hat schon die erhofften Freiheiten gebracht“, sagt Geschäftsführerin Tanja Stahl. „Mehr Freiheiten, mehr Aktivitäten, mehr Miteinander“: Unter diesem Motto wurden die Lockerungen auf den Weg gebracht. „Das trifft es ganz gut“, findet Stahl. So können Kanu-Touren jetzt wieder unter weniger strengen Auflagen angeboten werden – solange die Sieben-Tage-Inzidenz so niedrig bleibt. Beispielsweise sollte noch immer der Abstand eingehalten werden, aber eine Testpflicht besteht nicht. In Zweier-Kanus sei der Abstand gut einzuhalten, sagt Stahl. Auch regelmäßiges Desinfizieren ist weiterhin nötig.

Noch ist nicht alles beim Alten

Mit der neuen Verordnung ist damit aber noch nicht alles beim Alten. „Es ist ein guter Schritt zur Normalität, aber es ist noch nicht so, wie man es früher gekannt hat“, betont Stahl. Trotzdem zeigt sie sich zuversichtlich, dass der Betrieb wieder anzieht: „Die Leute wollen raus.“ So seien auch wieder Klassenfahrten möglich, wenn es auch bislang nur wenige Anfragen von Schulen gebe. Da niemand die Entwicklungen habe abschätzen können, sei es auch den Schulen nicht möglich gewesen, vorauszuplanen, erklärt Stahl. Trotzdem klingele das Telefon nach Veröffentlichung der Corona-Verordnung immer wieder, da viele ihren Geburtstag im kleinen Rahmen bei einer Kanu-Tour auf der Ilmenau feiern wollen.

Dennoch bestehe noch ein Mangel an mehrtägigen Touren, sagt Stahl. Denn es fehlt an Übernachtungsmöglichkeiten: So sei zum Beispiel das Zelten am Anlegeplatz in Wichmannsburg noch immer untersagt. „Die mehrtägigen Touren sind schon erheblich erschwert“, bemängelt Stahl. Dies sei ungerechtfertigt, da Camper sich draußen aufhalten, wo ein geringeres Infektionsrisiko besteht.

Mehr Planungssicherheit

Insgesamt sei mit der neuen Verordnung aber besser zu planen. Zuvor sei auch die Personalplanung kaum möglich gewesen, da lange unklar gewesen sei, wann Lockerungen kommen, sagt Stahl. Dadurch fehle es jetzt an Personal, da einige Mitarbeiter sich inzwischen etwas anderes gesucht hätten.

Auch vor der neuen Corona-Verordnung waren Kanu-Touren möglich – aber kaum lohnenswert, wie Stahl schildert. „Vereinzelt sind Leute auch gepaddelt. Aber nie so, dass es sich wirtschaftlich lohnt, die aufs Wasser zu setzen.“ Durch die Auflagen hätten die Einweisungen zum Beispiel länger gedauert, sodass auch weniger Ruderer bedient werden konnten.

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