Zustand wird weiter sondiert

Nebenbereiche der Ilmenauhalle: Die Untersuchungen laufen noch

Die Ilmenauhalle wird durch einen Neubau ersetzt. Zurzeit werden die Nebenräume der Halle auf Beschädigungen überprüft.
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Die Ilmenauhalle wird durch einen Neubau ersetzt. Zurzeit werden die Nebenräume der Halle auf Beschädigungen überprüft.

Bienenbüttel – Die Ilmenauhalle in Bienenbüttel soll durch einen Neubau ersetzt werden und ist seit April für Veranstaltungen gesperrt. Parallel werden zurzeit die weiteren Räume der Halle auf Schäden untersucht.

Das gestaltet sich laut der allgemeinen Vertreterin des Bürgermeisters, Inga Heitmann, vor allem im Gaststättenbereich schwierig, da die Sondierung des vorhandenen Deckenaufbaus nur mit großem Aufwand betrieben werden könne.

„Die Untersuchungen werden voraussichtlich in den ersten beiden Januarwochen zum Abschluss gebracht“, sagt Inga Heitmann. Nach der Auswertung der Ergebnisse entscheide sich dann, welche Bereiche der Halle gegebenenfalls zusätzlich gesperrt werden müssen. Man befinde sich, um kurzfristig reagieren zu können, im stetigen Austausch mit den jeweiligen Nutzern. So sei man dabei, gemeinsam alternative Nutzungsmöglichkeiten zu suchen. „Im Haushalt 2020 wurden daher vorsorglich Haushaltsmittel für Ersatzcontainer eingestellt“, sagt Inga Heitmann. Die Summe beläuft sich auf 100 000 Euro.

So wurde das Pachtverhältnis mit den Gaststättenbetreibern inzwischen zum Jahreswechsel ordentlich gekündigt (AZ berichtete). Für andere Nutzer wie den Spielmannszug seien inzwischen verschiedene alternative Übungsräume gefunden worden. „Wichtig, ist, dass alle Bereiche noch näher zusammenrücken und Hand in Hand versuchen, die Vakanz der Ilmenauhalle zu überbrücken“, betont Inga Heitmann. Dazu gehöre es auch, die Nutzer ständig auf dem Laufenden zu halten.

Entwarnung gibt es hingegen zumindest vorläufig für die Schützengilde Bienenbüttel. In dem von ihr im Keller der Ilmenauhalle genutzten Bereich sind laut der Bauamtsleiterin zurzeit keine Sperrungen erforderlich, da dort keine Betonkonstruktion vorhanden ist, die so etwas nötig machen könnten.

Die Planungen für den Neubau der Ilmenauhalle werden zurzeit in einem regelmäßig tagenden Arbeitskreis aus Politik, Verwaltung und den betroffenen Vereinen vorangetrieben. Dort sollen zum Beispiel die Anforderungen an den Hallenneubau festgesetzt werden.

Für den Neubau einer Multifunktionshalle geht man derzeit von einer Bauzeit von drei bis vier Jahren aus. 2,4 Millionen Euro Fördergelder aus dem Fördertopf „kleine Städte und Gemeinden“ sind dafür bereits eingeworben.

Es steht auch ein Betrag von einer Million Euro vom Landkreis zur Verfügung, der für nicht anderweitig geförderte Bereiche bereitgestellt wird.

VON LARS LOHMANN

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