„Eine unendliche Geschichte“

Naturspielplatz für Grünhagen: Nun wird eine Tiefbaufirma gesucht

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Zunächst müssen Binsen umgesiedelt werden, bevor mit dem Bau des Naturspielplatzes am Grünhagener Dorfgemeinschaftshaus begonnen werden kann.

Grünhagen – Junge Familien sind nach Grünhagen gezogen. Die Kinder wachsen in einem ländlichen Umfeld auf. Nur auf den lange angekündigten neuen Spielplatz müssen sie weiter verzichten. „Eine unendliche Geschichte“, seufzt Ortsvorsteher Andreas Feige.

Denn weil geschützte Binsen auf der vorgesehenen Fläche hinter dem Dorfgemeinschaftshaus wachsen, hat sich die Umsetzung der Maßnahme im Rahmen der Dorferneuerung immer wieder verschoben (AZ berichtete mehrfach). Nun kommt wohl Bewegung in die Sache.

Andreas Feige, Ortsvorsteher

„Es gab einen Ortstermin mit der Unteren Naturschutzbehörde“, berichtet Feige. Nun werde eine Tiefbaufirma gesucht, die die Binsen mit einem Radlader fachmännisch umsetzt. „Das muss mit der großen Schaufel gemacht werden, damit möglichst wenig Mutterboden verloren geht“, erklärt der Ortsvorsteher. Die Binsen samt Wurzeln und Boden sollen dann am anderen Ende der Wiese wieder angesiedelt werden. Dafür wird dort die obere Schicht mit dem Grasbewuchs entfernt.

Bereits zuvor hat die Ortschaft umgeplant, damit das Projekt nicht an den geschützten Pflanzen scheitert (AZ berichtete). „Die großen Spielgeräte werden am Dorfgemeinschaftshaus aufgebaut“, betont Feige. Damit werden bei einer Gesamtfläche von 1400 Quadratmetern des geplanten Naturspielplatzes nur noch 700 Quadratmeter Wiese benötigt.

Unter den Geräten wird dann der Mutterboden ausgehoben und durch Kies und Sand als Fallschutz ersetzt. Bereits bestellt sind eine Doppelschaukel, eine Balancierstation, ein Kriechtunnel, ein Bodentrampolin, Kletterpalisaden und eine Breitbahnrutsche.

Wann es losgeht, ist noch offen. „Das liegt jetzt daran, wann die günstigste Firma noch Kapazitäten frei hat“, sagt Feige. „Nicht nur bei den Tiefbauern merkt man, dass die Wartezeiten groß sind.“ Bei den weiteren Arbeiten hofft er dann auf Eigenleistungen der Mütter, Väter, Großeltern und anderer Dorfbewohner. Sie sollen unter anderem die vorhandenen Spielgeräte abmontieren und am Dorfgemeinschaftshaus wieder aufbauen sowie eine Bank aufstellen. Das habe auch bei der Wiederherstellung des Bolzplatzes gut funktioniert, findet der Ortsvorsteher. Schweine hatten das Spielfeld verwüstet.

VON GERHARD STERNITZKE

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