Datenträger sichergestellt / Ermittlungen dauern an

Nach Sprengungen von Fahrkarten-Automaten: Ermittler durchsuchen Wohnungen im Raum Lüneburg

Ein Fahrkarten-Automat (Symbolbild).
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Ein Fahrkarten-Automat (Symbolbild).

pm/mih Lüneburg/Neetze/Bardowick. Gegen eine weitere Tätergruppe ist die Gemeinsame Ermittlungsgruppe (GEG) von Landes- und Bundespolizei am heutigen Mittwoch wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion (u.a. so genannte Fahrausweis-Automatensprengungen) vorgegangen.

Am heutigen 17. Juni durchsuchten Ermittler in Lüneburg und Neetze die Wohnungen von drei 24, 24 und 27 Jahre alten Männern aus der Region.

Diese sind tatverdächtigt, Mitte Januar dieses Jahres am Bahnhof in Bardowick einen Fahrausweisautomaten "aufgesprengt" zu haben. Dabei wurden verschiedene Gegenstände wie u.a. Datenträger sichergestellt, die jetzt ausgewertet werden. Die Ermittlungen zu weiteren Taten dieser Tätergruppe dauern an.

Seit Februar dieses Jahres haben Polizeiinspektion und Bundespolizei aufgrund der besonderen Zuständigkeiten gemeinsam ihre Ermittlungen in diesem Verbrechenskomplex gebündelt. Gut ein Dutzend Ermittler von Polizeiinspektion, Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Hamburg und Bundespolizeiinspektion Bremen ermittelten gegen die kriminellen Aktivitäten im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Lüneburg sowie auf dem Gebiet der Bahnanlagen.

Dabei stießen die Ermittler im Rahmen ihrer Maßnahmen auf verschiedene Tätergruppen, die unabhängig voneinander agierten und die in verschieden Ermittlungskomplexen bearbeitet wurden.

Bereits am 13. Mai gingen Bundes- und Landespolizei gegen eine erste Tätergruppierung von insgesamt sechs Beschuldigten vor. Bei den Maßnahmen wurden drei Haftbefehle und sechs Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Die drei dringend tatverdächtigen 28, 32 und 41 Jahre alten Männer aus der Region Lüneburg wurden im Rahmen der Maßnahmen aufgrund ausgestellter Haftbefehle verhaftet und befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.

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