+++ Update +++ Nach Festnahme am Donnerstagmorgen: Tatverdächtiger am Freitag dem Haftrichter am Amtsgericht Lüneburg vorgeführt

Nach Raubüberfall-Serie in Lüneburg: Haftbefehl gegen festgenommenden Tatverdächtigen erlassen

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(Symbolbild)

jsf/pm Lüneburg. Auf dem Parkplatz einer Wohnanlage in der Dahlenburger Landstraße, Ecke Theodor-Heuss-Straße, ist am Donnerstagmorgen eine 63-jährige Autofahrerin von einem unbekannten Täter mit einer Schusswaffe bedroht worden.

+++ Update +++

Wie schon berichtet, hat die Polizei am Donnerstagnachmittag einen 42-Jährigen vorläufig festgenommen, da dieser unter dringendem Tatverdacht steht, für insgesamt vier Raubüberfälle in Lüneburg verantwortlich zu sein. In allen vier Fällen hatte der Täter sein Gegenüber mit einer Schusswaffe bedroht und anschließend Geld verlangt. Lediglich in einem der vier Fälle, nämlich bei einem Überfall auf einen Naturkostenladen am 10. Dezember erbeutete der Täter etwas Bargeld. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg beantragte Haftbefehl aufgrund von Wiederholungsgefahr. Am heutigen Freitag wurde der Tatverdächtige bereits dem Haftrichter am Amtsgericht Lüneburg vorgeführt, welcher daraufhin Haftbefehl erließ.

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+++ Update +++

Wie bereits berichtet, hatte ein unbekannter Täter am Donnerstagmorgen eine 63 Jahre alte Autofahrerin mit einer Schusswaffe bedroht und Geld von dieser gefordert. Der Täter ging zwar leer aus, konnte jedoch unerkannt flüchten. Später am Tag, gegen 14.15 Uhr, wurde der Polizei gemeldet, dass ein Unbekannter die Räumlichkeiten einer Praxis für Physiotherapie in der St.-Stephanus-Passage betreten und von den dort anwesenden Mitarbeitern Bargeld gefordert hatte. Der Täter hatte ersten Erkenntnissen zufolge ebenfalls eine Waffe bei sich. Statt jedoch wie vom Täter gefordert Bargeld auszuhändigen, riefen die Betroffenen die Polizei. Der Täter konnte anschließend zu Fuß flüchten. Die der Polizei übermittelte Täterbeschreibung wies allerdings etliche Übereinstimmungen mit der von der 63-Jährigen abgegebenen Beschreibung auf.

Etwa eine halbe Stunde später, noch während der laufenden Fahndung im Bereich Kaltenmoor, betrat höchstwahrscheinlich der gleiche Täter einen Friseursalon in der Kurt-Huber-Straße. Auch hier forderte der Unbekannte Bargeld und erhielt auch hier keines. Kurz nachdem er den Friseursalon verlassen hatte, nahmen Polizeibeamte noch im Bereich der St.-Stephanus-Passage einen 42 Jahre alten Tatverdächtigen vorläufig fest, auf den die vorliegende Täterbeschreibung zutraf.

Der festgenommene Tatverdächtige ist bereits wegen diverser Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, aber auch wegen unterschiedlicher Eigentumsdelikte polizeibekannt. Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass der Tatverdächtige sowohl für die genannten Taten, als auch für den Überfall auf den Naturkostladen in der Bleckeder Landstraße in Lüneburg, am 10. Dezember als Täter in Frage kommt. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und in Polizeigewahrsam genommen. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.

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+++ Erstmeldung +++

Der mit einem Tuch vermummte Unbekannte öffnete gegen 8.45 Uhr die Beifahrertür des Fahrzeugs, in dem sich die Frau zum Tatzeitpunkt aufhielt und bedrohte diese mit einer Pistole. In der Folge forderte er die Frau zur Herausgabe von Bargeld auf. Die 63-Jährige entgegnete, dass sie kein Geld dabei habe, woraufhin der Täter den Parkplatz zu Fuß verließ. Nach Angaben des Opfers soll er in der Folge in Richtung des Stadtteils Kaltenmoor geflohen sein. Die Autofahrerin kam mit dem Schrecken davon.

Der Täter wurde vom Opfer wie folgt beschrieben:

  • zirka 30 Jahre alt
  • zirka 1,80 bis 1,85 Meter groß
  • schlank
  • bekleidet mit einer grünen Kapuzenjacke und hellen Jeans.

Es ist anzunehmen, dass es sich bei dem Unbekannten um den gleichen Täter handelt, der zur Mittagszeit des 10. Dezember einen Naturkostladen in der Bleckeder Landstraße überfallen hat.

Zeugen, die eine Person mit der entsprechenden Beschreibung vor oder nach der Tat gesehen haben oder andere sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten sich mit der Polizei Lüneburg unter der Telefonnummer (0 41 31) 83 06 22 15 in Verbindung zu setzen.

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