Wiederaufbau wird mindesten zwei Jahre dauern

Nach Brand im Lüneburger Seniorenheim: Stadt sucht Unterkünfte für Bewohner

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Nach dem Brand im Heiligengeiststift geht die Stadtverwaltung Lüneburgs davon aus, dass der Wiederaufbau mindestens zwei Jahre dauern wird.

Lüneburg – Nach dem Großbrand im Heiligengeiststift in der Lüneburger Altstadt wird die Verwaltung den Bewohner jetzt bei der Wohnungssuche helfen.

Dazu traf sich Lüneburgs Sozialdezernentin Pia Steinrücke gestern mit den Mietern des Stifts, um sie über den aktuellen Sachstand zu informieren und gemeinsam zu besprechen, wie es weitergeht.

„Wir werden alle Mieter bei der Suche nach Ersatzwohnraum so gut es geht unterstützen“, so Steinrücke. Nach erster Einschätzung rechnet die Stadt damit, dass die Wohnungen nicht vor frühestens Ende 2021 wieder bezogen werden können.

„Wir appellieren daher an die Vermieter in Lüneburg, sich unbedingt zu melden, wenn sie uns vorübergehend Wohnungen oder Ferienwohnungen zur Verfügungen stellen können.“ Ansprechpartnerin ist hier Almut Groth vom Senioren- und Pflegestützpunkt (04 13 1) 3 09 37 17. Insgesamt haben 13 Menschen im Heiligengeiststift gelebt. Im Sinne des Stiftungszweckes sind es Menschen, die älter als 60 Jahre sind und nicht viel Geld zur Verfügung haben.

Nicht in Gefahr ist laut der Stadtverwaltung der Schulbetrieb an der Grundschule Heiligengeist. Die Brandschutzwand zwischen den beiden Gebäudeteilen habe glücklicherweise weitestgehend standgehalten. In Mitleidenschaft gezogen wurden durch Löschwasser lediglich das Lehrerzimmer und ein angrenzender Lehrmittel- und Ruheraum. Hier ist geplant, eine Staubschutzwand zu ziehen und die Sanierungen parallel zum Schulbetrieb vorzunehmen. Bevor die Schule nach den Osterferien wieder startet, wird allerdings ein Schadstoffgutachter alle Räume untersuchen.

Das abgebrannte Wohngebäude selbst ist nach wie vor versiegelt und darf nicht betreten werden. Sobald hier die Freigabe durch die Kriminalpolizei erfolgt ist, werden sich Statiker und Gutachter gemeinsam mit der Gebäudeversicherung ein genaueres Bild vom Ausmaß der Schäden machen können. Erst danach werde das weitere Vorgehen besprochen. Es sei aber davon auszugehen, dass es sich um einen Schaden in Millionenhöhe handelt und die Planungen sowie der Wiederaufbau mindestens zwei Jahre dauern werden.

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