Bob baut eine Kinderkrippe

Morgen werden die Pläne für den Neubau der DRK-Kita Bienenbüttel vorgestellt

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So könnte die neue DRK-Zwei-Gruppen-Krippe nach einem ersten Vorentwurf aussehen: Ein eingeschossiges Gebäude mit versetzten Pultdächern, das sich mit farbigen Putz- und Holzverkleidungen an den vorhandenen Kindergarten anpasst.

Bienenbüttel. Blaue Latzhose, kariertes Hemd, gelber Schutzhelm: Bob den Baumeister kennt jedes Kind. Im Frühjahr sind ihm die Kleinen der DRK-Kindertagesstätte Bienenbüttel so nah wie noch nie, und das ganz real, denn die Gemeinde will eine neue Krippe bauen.

Im Bauausschuss morgen, Donnerstag, 18. 30 Uhr im neuen Mühlenbachzentrum (Rathaus) werden die Pläne vorgestellt, die der Arbeitskreis für das Bauvorhaben erarbeitet hat.

In der Sitzungsvorlage unternimmt die Verwaltung bereits einen virtuellen Spaziergang durch das Gebäude, für das der Uelzener Architekt Hans-Peter Fischer einen ersten Vorentwurf gezeichnet hat: „Von dem nutzerfreundlich gestalteten Flurbereich zweigen links und rechts gespiegelt die Gruppenräume mit den dazugehörigen Sanitärbereichen ab. Auf der gegenüberliegenden Seite des Eingangsbereiches befindet sich der Zugang zu der Küche sowie zum Sozialraum der Mitarbeiter, der auch als Besprechungsraum mit und für Eltern genutzt werden soll. Im rechten Gebäudebereich befindet sich der Ruheraum.“ Eine Gesamtgröße wird noch nicht genannt, aber die beiden Gruppenräume sollen jeweils mindestens 45 Quadratmeter messen. Das entspricht drei Quadratmetern pro Kind.

Der Arbeitskreis hat bereits wichtige Vorentscheidungen getroffen, die der Bauausschuss noch bestätigen muss: So entschieden sie sich für ein separates Gebäude in eingeschossiger Bauweise, das bei möglicherweise zukünftig sinkenden Kinderzahlen für andere Zwecke verkauft werden könnte.

Die Außenansichten zeigen ein kompaktes Haus mit versetzten Pultdächern, das in Holzrahmenbauweise errichtet werden soll. Mit farbig gestrichenen Putzflächen und Holzverkleidungen soll sich der Neubau optisch an den bestehenden DRK-Kindergarten anpassen.

Fest steht: Am 31. Juli muss der Neubau stehen. Die Priorität liegt deshalb auf diesem Projekt. Zeitlich versetzt, aber ebenfalls noch im ersten Quartal soll die Erweiterung des Kindergartens geplant werden. Während der Bauzeit läuft der Betrieb in den vorhandenen Gebäuden weiter.

Der Bedarf ist da. Laut Verwaltung liegen mit Stand Dezember 2015 25 Anträge für das Krippenjahr 2016/17 vor. Hinzu kommen 15 durch die Altjahrgänge belegte Plätze – macht einen Bedarf von 40 Plätzen: Eine Gruppe in der St. Michaelis-Kita, eine Halbtags- und eine Ganztagsgruppe beim DRK. Rechnerisch stehen damit 45 Plätze zur Verfügung.

Für die Folgejahre liegen noch keine sicheren Zahlen vor. Bürgermeister Dr. Merlin Franke geht aber von einer 80- bis 90-prozentigen Belegung aus: „Mit dieser Krippe erhöhen wir erneut die Familienfreundlichkeit der Einheitsgemeinde und sichern damit eine verlässliche Krippenbetreuung für Eltern.“

Von Gerhard Sternitzke

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