Oliver Homann-Stahl und Tanja Stahl aus Bienenbüttel bringen Platz auf Vordermann

Minigolf-Saison startet mit Verspätung

Oliver Homann-Stahl und Tanja Stahl setzen die Hindernisse auf die Bahn.
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Oliver Homann-Stahl und Tanja Stahl setzen die Hindernisse auf die Bahn.
  • Daniel Bieling
    vonDaniel Bieling
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Bienenbüttel/Bad Bevensen - Ursprünglich sollte die Minigolf-Saison schon Karfreitag beginnen, doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung. Die Bienenbütteler Oliver Homann-Stahl und seine Frau Tanja Stahl öffnen ihren Platz in Bevensen jetzt zum 1. Mai – auch dank eines Urteils des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg.

Es wird gefegt, geputzt, „gekärchert“ – und auch allem Unkraut geht es an den Kragen: Die Bienenbütteler Oliver Homann-Stahl und seine Frau Tanja Stahl machen ihren Minigolf-Platz in Bevensen gemeinsam mit Mitarbeiter Günther Schröder wieder fit. Die Anlage soll morgen pünktlich zum Mai-Feiertag öffnen – und damit rund eine Woche früher als erwartet.

Grund dafür ist ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg vom 16. April. Darin wurde die coronabedingte Schließung der Minigolf-Anlagen gekippt, nachdem eine Betreiberin eines Minigolf-Platzes aus Bad Zwischenahn geklagt hatte.

Öffnung zum 9. Mai angestrebt

Oliver Homann-Stahl und seine Frau warteten dennoch ab. Sie hatten lange eine Öffnung zum 9. Mai angestrebt, zu dem die aktuelle Corona-Verordnung voraussichtlich ausgelaufen wäre. Mit einer früheren Öffnung hätten sie nicht gerechnet, „weil wir nichts von der Klage wussten“, wie Homann-Stahl berichtet. Jetzt erfolgt die Öffnung des Platzes rund zwei Wochen nach dem Urteil. Tanja Stahl betont: „Wir wollten gar nicht direkt am nächsten Tag öffnen.“ Man habe erst abwarten wollen, da noch zu viele Fragen offen gewesen seien.

In Zeitdruck geraten die Betreiber des Minigolf-Platzes durch die frühere Öffnung jedoch nicht. Schon seit Wochen sind die dabei, die Anlage wieder auf Vordermann zu bringen. „Da braucht man schon ein bisschen Vorlauf, um alles vorzubereiten“, weiß Homann-Stahl. Unter anderem muss viel Laub geharkt werden. „Die schönen Bäume, die im Sommer Schatten spenden, machen im Frühjahr Arbeit“, sagt der Bienenbütteler. Seine Frau fasst die Arbeiten lachend als „großes Reinemachen“ zusammen. Auch Mitarbeiter Günther Schröder packt fleißig mit an. Es sei Glück und Pech, dass die Anlage schon vor Öffnung mit Wasser aus dem nahe gelegenen Rosenbad versorgt werde, sagt er. Glück, weil es zur Säuberung der Bahnen gebraucht werde – und Pech, weil man trotz sauberer Bahnen noch nicht geöffnet habe, meint Schröder augenzwinkernd.

Hygienekonzept erarbeitet

Gearbeitet hat das Team auch an einem Hygienekonzept. Neben den obligatorischen Auflagen wie Einhaltung des Mindestabstands und Tragen einer Mund-Nasen-Maske dürfen nur maximal 18 Einheiten auf den Platz – pro Bahn eine Einheit, um Kontakte zu vermeiden. Zudem erfolgt die Ausgabe und Rückgabe der Schläger und Bälle coronakonform, wobei diese auch regelmäßig desinfiziert werden. So soll alles möglichst risikofrei ablaufen. „Minigolf bietet sich ja an“, sagt Tanja Stahl. „Aber wir wollen das auch in Schach halten.“

Zwar habe sie sich auch gefragt, warum etwa Museen bereits öffnen durften, Minigolf-Plätze aber nicht. Jetzt sei sie aber froh, dass es losgehe, sagt Tanja Stahl. Sie hoffe aber auch, dass die Inzidenz weiter sinke und dadurch mehr Gäste möglich seien: „Dann atmen wir auch auf. Denn wer spielt schon alleine Minigolf?“

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