Neues Rechen- und Pumpwerk soll Bogen in die Zukunft schlagen

Millionen-Investition in Lüneburger Kläranlage

Auf dem Gelände der AGL entsteht zurzeit eine neue Rechen- und Pumpenanlage. Die AGL um Geschäftsführer Lars Strehse (rechts) investiert rund 9,5 Millionen Euro.
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Auf dem Gelände der AGL entsteht zurzeit eine neue Rechen- und Pumpenanlage. Die AGL um Geschäftsführer Lars Strehse (rechts) investiert rund 9,5 Millionen Euro. 

Lüneburg – Das Lüneburger Kanalnetz ist eines der ältesten in Europa, es entstand ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Rund 100 Jahre später, nämlich ab 1957, nahm die Lüneburger Kläranlage an der Bockelmannstraße ihren Betrieb auf.

Lüneburg – Das Lüneburger Kanalnetz ist eines der ältesten in Europa, es entstand ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Rund 100 Jahre später, nämlich ab 1957, nahm die Lüneburger Kläranlage an der Bockelmannstraße ihren Betrieb auf. Keine Frage, dass die Geschichte von Kanälen und Abwasserreinigung in Lüneburg auch eine der fortlaufenden Investitionen und Erweiterungen ist – und diese wird aktuell um ein Kapitel reicher: Auf dem Gelände der AGL (Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH) an der Bockelmannstraße entsteht ein neues Rechen- und Pumpwerk. Mit einer Investition in Höhe von rund 9,5 Millionen Euro schlägt die AGL damit einen Bogen in die Zukunft.

Das Pumpwerk und die Rechenanlage sind Teil der ersten, also der mechanischen Stufe der Reinigung des Abwassers. Immerhin 24 Millionen Liter Abwasser durchlaufen bei Trockenwetter täglich die Lüneburger Kläranlage – im Jahr rund neun Millionen Kubikmeter. Das Abwasser aus Lüneburg und umliegenden Samtgemeinden gelangt über verschiedene, bis zu fünf Meter tiefe Abwasserkanäle zur Kläranlage. Bislang, so erläutert AGL-Geschäftsführer Lars Strehse, werde „das Abwasser in der jetzt betriebenen Rechenanlage von groben Verunreinigungen bis zu sechs Millimeter Größe befreit und anschließend über ein Pumpwerk zum Sandfang gefördert.

Doch die vorhandene Rechenanlage ist über 20 Jahre alt und inzwischen durch die hohe mechanische Beanspruchung sehr stark verschlissen.“ Im Vergleich verschiedener Varianten habe sich „ein Neubau der Rechenanlage mit leistungsfähigem Schneckenpumpwerk als wirtschaftlichste und nachhaltige Lösung herausgestellt“. Die neue Anlage entsteht nun im Südosten der Kläranlage in unmittelbarer Nähe der nachfolgenden Reinigungsstufen.

Über ein Pumpwerk mit drei „Schnecken“, so etwas wie Förderschrauben, wird das Abwasser vom Kanal zunächst acht Meter hoch transportiert und fließt dann im freien Gefälle durch die nachfolgenden Anlagenteile. Anders als beim Vorgänger-Modell kann in der neuen Anlage oberirdisch gerecht werden. „Energieeffizient und verschleißarm“, wie Strehse hervorhebt. Weitere Vorteile: Die Rechen sind enger, können Teilchen bis zu drei Millimeter Größe herausrechen. Auch weniger Geruch und ein leichteres Arbeiten für die AGL-Crew verspricht man sich durch die neue Anlage.

Da diese auf einem anderen Teil des AGL-Geländes entsteht, muss natürlich auch das Abwasser einen veränderten Weg nehmen. Zu diesem Zweck werden auch vier der sogenannten Zulaufsammler im Zuge der Arbeiten verlegt.

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