Bund und Land Niedersachsen unterstützen Lüneburger Museum bei Erweiterungsbau für Kant-Ausstellungsobjekte

2,4 Millionen Euro für Ostpreußisches Landesmuseum

Das Ostpreußische Landesmuseum in Lüneburg soll erweitert werden. Das Land Niedersachsen unterstützt das Vorhaben mit 2,4 Millionen Euro. 
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Das Ostpreußische Landesmuseum in Lüneburg soll erweitert werden. Das Land Niedersachsen unterstützt das Vorhaben mit 2,4 Millionen Euro. 

Lüneburg. „Das Ostpreußische Landesmuseum Lüneburg ist ein echtes Highlight in der niedersächsischen Museumslandschaft“, sagt Björn Thümler (CDU), der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur.

Die Landesregierung plant, bis 2022 insgesamt 2,4 Millionen Euro zur Finanzierung eines Erweiterungsbaus an dem Museum zur Verfügung zu stellen.

Björn Thümler

Mit den Ausstellungsobjekten zu dem Philosophen Immanuel Kant und seinen Beständen aus dem Werk der Künstlerin Käthe Kollwitz werde das Ostpreußische Landesmuseum weiter an Bedeutung gewinnen, blickt Thümler voraus. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, das Haus noch attraktiver zu machen.“ Der geplante Erweiterungsbau werde es ermöglichen, die wertvollen Bestände ansprechend und zeitgemäß zu präsentieren, ist Thümler überzeugt: „Dies wird den Kulturstandort Lüneburg deutlich stärken.“

Das Ostpreußische Landesmuseum in der Trägerschaft der Kulturstiftung Ostpreußen wird durch den Bund und das Land Niedersachsen gefördert. Das Museum gibt Einblicke in die Kultur und Geschichte Ostpreußens und des Baltikums. 2016 hatte das Museum umfangreiche Bestände der Stiftung „Stadt Königsberg“ von einem Museum in Duisburg übernommen. Dazu gehören insbesondere Objekte zu Immanuel Kant, für die das Lüneburger Haus nun um einen dritten Bauabschnitt erweitert werden soll. Der derzeit in Arbeit befindliche zweite Bauabschnitt soll in diesem Jahr fertig werden. Die Kosten für den geplanten dritten Bauabschnitt werden auf acht Millionen Euro geschätzt. Der Bund hatte 2017 bereits zugesagt, sich mit 5,6 Millionen Euro zu beteiligen, sofern das Land Niedersachsen seinerseits einen Anteil von 30 Prozent aufbringe.

„Diese Voraussetzung erfüllen wir mit unserer Zusage und schaffen durch die gemeinsamen Anstrengungen von Bund und Land die Basis für eine erfolgreiche Arbeit des Museums“, sagt Thümler.

Ulrich Mädge

Es freue ihn sehr, dass es gelungen ist, Land und Bund zu überzeugen, das Ostpreußische Landesmuseum bei der geplanten Erweiterung finanziell in hohem Maß zu unterstützen, erklärt Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD). Auch er ist von der Qualität des Museums überzeugt: „Mit den Schätzen aus Königsberg“ habe das Ostpreußische Landesmuseum alle Voraussetzungen, um ein Alleinstellungsmerkmal in der Region zu werden. „Lüneburg gewinnt damit an internationaler Bedeutung“, meint Mädge.

Die Erweiterung sei nötig, um die Bestände angemessen zu präsentieren. Sein großer Dank gelte Museumsdirektor Joachim Mähnert „für sein ausdauerndes Engagement in dieser Sache“, betont der Oberbürgermeister der Hansestadt.

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