Flucht nach Polen

Messerangriff auf Familie der Ex-Freundin: Mann aus Bienenbüttel festgenommen

Die Polizei eilte zum Tatort in Lüneburg. Der Tatverdächtige aus Bienenbüttel wurde in Polen festgenommen.
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Die Polizei eilte zum Tatort in Lüneburg. Der Tatverdächtige aus Bienenbüttel wurde in Polen festgenommen.
  • Lars Becker
    vonLars Becker
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Lüneburg – Ein 28-jähriger Mann aus Bienenbüttel ist am späten Montagabend gewaltsam in das Wohnhaus seiner Ex-Freundin (25) in Lüneburg eingedrungen. Dort verletzte er deren Mutter und den Stiefvater mit einem Cutter-Messer.

Der Stiefvater (48) erlitt sogar so schwere Verletzungen am Hals und an einer Hand, dass er gestern in einer Spezialklinik operiert werden musste.

Die Verletzungen waren aber offenbar nicht lebensbedrohlich, teilte die Polizei Lüneburg mit, die jetzt wegen versuchten Totschlags ermittelt.

Stundenlange Flucht über 350 Kilometer

Nach dem Vorfall in Lüneburg war der Bienenbütteler vor dem Eintreffen der Polizei vom Tatort geflüchtet. Stunden später und – am frühen Dienstagmorgen gegen 3.30 Uhr – fiel der 28-Jährige dann einer Polizeistreife rund 350 Kilometer entfernt in Brandenburg auf. Von dort aus fuhr er nach Angaben der Ermittler über die Grenze nach Polen, wo er vorläufig festgenommen werden konnte. Er sitzt in Haft. Die Polizei Lüneburg kündigte an, die Auslieferung des Tatverdächtigen zu beantragen. Warum der Mann nach Brandenburg und weiter nach Polen fuhr, sei ebenso noch nicht bekannt wie das konkrete Motiv für die Tat von Montag.

Nach Angaben der Polizei hatte der Mann gegen 23 Uhr ein Fenster der Haustür im Ortsteil Am Ebensberg eingeschlagen und sich so Zutritt verschafft. Der Stiefvater hatte die Einbruchsgeräusche gehört und war auf den Eindringling getroffen, der mit dem Cutter-Messer bewaffnet war. Die Mutter wurde vom Täter an der Hand verletzt.

Erst der Ex-Freundin des 28-Jährigen war es dann gelungen, den Täter aus dem Haus zu drängen und den Notruf zu wählen.

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