CDU-Fraktion wählt Vorsitzenden zum Bürgermeister-Kandidaten / Einstimmige Entscheidung

Merlin Franke will Waltje beerben

Merlin

Bienenbüttel. Nun dreht sich das Kandidatenkarussell in Bienenbüttel langsam. Merlin Franke, Vorsitzender der CDU-Fraktion, sitzt schon fest in der Gondel und möchte den (noch) amtierenden Bürgermeister Heinz-Günter Waltje ab März des kommenden Jahres beerben.

„Sowohl im Vorstand wie auch in der gesamten Fraktion haben wir uns einstimmig für Herrn Franke ausgesprochen“, sagt Parteikollegin Heike Schweer gegenüber der AZ. Sie freut sich, dass ihre Partei einen Kandidaten gefunden hat und aufstellt. Er sei hochqualifiziert, beschreibt ihn Schweer. Außerdem bringe er „beste Voraussetzungen“ mit, lobt ebenfalls der CDU-Kreisvorsitzende Uelzens und niedersächsischer Landtagsabgeordneter Jörg Hillmer die Qualitäten Frankes. „Denn man braucht als Bürgermeister eine Vorstellung davon, wie eine Verwaltung funktioniert und muss zugleich mit Menschen umgehen. Das kann Merlin Franke, weil er Führungsverantwortung aufweisen kann.“

„Mir macht es viel Spaß, mit Menschen umzugehen“, sagt Franke über sich. Der 29-jährige Bürgermeister-Kandidat, der in Lüneburg geboren wurde und im elterlichen Betrieb in Bienenbüttel, einer Apotheke, aufgewachsen ist, kann neben einer erfolgreichen schulischen Laufbahn auch mit einem glänzendem Abschluss „Magna Cum Laude“ als Doktor der Staats- und Wirtschaftswissenschaften punkten.

Als Marineoffizier ist er auf Schnell- und U-Booten zur See gefahren und war in verschiedenen Ländern wie Südostasien und Singapur. „Durch meine Ausbildung an der Marineakademie in Flensburg habe ich gelernt, ein Team zu motivieren und engagierte Mitarbeiter auszubilden“, erzählt Franke.

Seine poltischen Fühler hat er schon in jungen Jahren als Schüler ausgestreckt. „Ich habe mich für Politik sehr früh interessiert.“ Mit 19 Jahren trat er 2001 der Jungen Union (JU) bei. Fünf Jahre später brachte er sich als Ratsherr bei der Gemeinde Bienenbüttel ein. Auf der politischen Karriereleiter ging es dann für ihn bergauf. Es folgte unter anderem der Fraktionsvorsitz im Gemeinderat.

Seine bisherige politische Laufbahn habe ihm dazu verholfen, sehr viele Kontakte zu knüpfen, berichtet Franke. Sein Leitmotiv beschreibt er so: „Ich will Bürgermeister für alle sein. Mir ist wichtig, dass man gemeinsame Ideen entwickelt und gemeinsame Ziele verfolgt und voranbringt.“ Dabei will er alle Generationen einbeziehen. Der Dialog mit den Bürgern liegt ihm besonders am Herzen, weil man gemeinsam in der Gemeinde lebe.

Drei Kriterien hat die CDUFraktion bei der Auswahl des Kandidaten im Blick gehabt. „Man guckt, ob er aus der Verwaltung kommt, Politik vertritt und eine Verbindung zum Ort hat“, zählt Hillmer auf. Für Franke treffe alles zu. „Wir haben in einer Person alles“, so Hillmer. Außerdem passe auch sein Alter. „Es gibt einige junge erfolgreiche Bürgermeister.“

Und das wünscht sich Franke auch. Rückenstärkung durch seine Partei, Freunde und Bekannte hat er genug. „Ich freue mich sehr“, sagt Franke.

Von Volker Althoff

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