Landesstraßenbaubehörde stockt Stab auf / Weiteres Planfeststellungsverfahren steht an

Mehr Personal für die A 39

  • Gerhard Sternitzke
    VonGerhard Sternitzke
    schließen

Lüneburg. Rollen Blechlawinen durch Bad Bevensen, wenn der erste Abschnitt der A 39 in Römstedt endet? Werden Menschen und Natur über Gebühr belastet?

Diese und viele andere Fragen kommen zur Sprache, wenn Ende des Jahres das Planfeststellungsverfahren für den zweiten, 20 Kilometer langen Bauabschnitt der Autobahn von Lüneburg bis Bevensen eröffnet wird. Die Landesbehörde für Straßenbau in Lüneburg wird deshalb in diesem und im nächsten Jahr um vier Planstellen verstärkt. Das bestätigt Behördenleiter Dirk Möller.

Dirk Möller.

Vier Stellen, das klingt zunächst eher bescheiden. Es geht dabei aber nach seinen Angaben nicht nur um Ingenieure für Straßenbau, sondern auch um Landschaftsplaner oder Fachleute für den Flächenankauf. „Es ist erforderlich, dass wir uns personell breiter aufstellen, um die anstehenden Aufgaben – das sind die Planfeststellungsverfahren 2017, 2018 und 2019 – zu bewältigen“, erklärt Möller.

Wann die Stellen besetzt werden, ist noch offen – denn vor allem Ingenieure sind Mangelware, berichtet der Behördenleiter: „Wir erleben auch bei uns, dass wir immer weniger Bewerber bekommen. Die Nachfrage ist höher als das Angebot.“ Verschärft wird die Situation nach seinen Worten durch den Boom im Baubereich. Anders als private Arbeitgeber, die ihre Wunschkandidaten mit einem Gehalts-Plus locken, ist die Landesstraßenbaubehörde an den Tarif für den Landesdienst gebunden, der nach Berufserfahrung abgestuft ist.

Insgesamt zählt die Landesbehörde für Straßenbau in Lüneburg rund 175 Mitarbeiter. Davon ist die Hälfte in den vier Straßenmeistereien, darunter Uelzen-Süd in Holdenstedt, beschäftigt. Die andere Hälfte ist in der Verwaltung tätig. Unter anderem bearbeitet sie die Planfeststellungsverfahren für die A 39, die derzeit für den Abschnitt eins (Lüneburg) und sieben (Wolfsburg) laufen.

Von Gerhard Sternitzke

Rubriklistenbild: © Archiv

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare