Mädge fordert zügige Verbesserungen für Pendler

Lüneburgs Oberbürgermeister äußert sich zum Schienenausbau in der Region

Bahnstrecke in Lüneburg: Oberbürgermeister Ulrich Mädge fordert viele kleine Verbesserungen für Pendler.
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Bahnstrecke in Lüneburg: Oberbürgermeister Ulrich Mädge fordert viele kleine Verbesserungen für Pendler.

Lüneburg – Oberbürgermeister Ulrich Mädge zieht ein vorläufiges Fazit aus einem Jahr mit fünf Informationsrunden der Deutschen Bahn zum Schienenausbau in der Region.

Die DB hat in Hannover ihre Untersuchungen zu möglichen Ortsumfahrungen für das Projekt, Stichwort Alpha-E, vorgestellt – die dritte von drei näher untersuchten Varianten.

„Keine dieser Varianten ist in Aufwand und Nutzen vertretbar. Das liegt auch daran, dass die einzelnen Puzzle-Teile nicht zusammenpassen, ein Gesamtkonzept fehlt“, sagt Mädge. „Die DB hat uns jetzt vorgerechnet, dass eine Ortsumfahrung von Radbruch bis Bienenbüttel über drei Milliarden Euro kosten würde, sie aber auf der Strecke Hamburg-Hannover gerade mal vier Minuten Zeitersparnis brächte, ein Drittel des Ziels von elf Minuten. Und warum? Weil es zum Beispiel nördlich und südlich von Lüneburg Engpässe gibt, die aber nicht Gegenstand der Untersuchungen waren. Also, alles zurück auf Start, neue Varianten, neue Untersuchungen. Das dauert noch Jahre. Wir müssen aber jetzt etwas für Pendlerinnen und Pendler tun. Die jetzige Situation ist nicht mehr vertretbar.“

Mädge fordert daher, dass sich Bund und Land unabhängig von der zähen Ausbauplanung zusammenschließen und „unverzüglich“ auf der Bestandsstrecke Lüneburg-Hamburg die vielen möglichen Verbesserungen im Kleinen aktiv angehen, wie sie auch schon seitens Kommunen und Metronom vorgeschlagen worden sind. „Herr Althusmann als Wirtschaftsminister ist hier gefordert!“

Lüneburgs Oberbürgermeister erläutert, was er sich vorstellt, quasi eine Variante P wie Pendler: „Es gibt eine Reihe von Stellschrauben, um den Betrieb auf der dreigleisigen Bestandsstrecke zu optimieren, sei es Weichen zu ergänzen, die Signalisierung zu verbessern, störungsanfällige Infrastruktur zu ertüchtigen oder Bahnsteige anzupassen. Wir müssen auch die Prioritäten überdenken, damit Pendler nicht immer wieder Überholungen durch Fernzüge abwarten oder hinter Güterzügen her bummeln müssen. Die Fachleute der Metronom Eisenbahngesellschaft haben Ende 2018 dazu Vorschläge unterbreitet. Land und Bund müssen das nötige Geld zur Verfügung stellen.“ Denn, so erinnert Mädge: Das dritte Gleis Stelle-Lüneburg sei ja so und nicht anders gebaut worden in der Annahme, die Y-Trasse werde folgen und unter anderem Güterverkehr aufnehmen. „Die Strecke muss also an die Realität angepasst werden.“

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