Einrichtung wird durch Feuer zerstört / Acht Leichtverletzte

Lüneburger Seniorenheim: Herdplatte löst vermutlich Großbrand aus

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Das Feuer zerstört den kompletten Dachstuhl des Seniorenheims. Die Feuerwehr löscht mithilfe von Drehleitern.

Lüneburg – Noch sind die Ermittlungen zur Brandursache nicht abgeschlossen. Aber: Die Experten gehen davon aus, dass eine angeschaltete Herdplatte für einen verheerenden Brand in einem Seniorenheim an der Heiligengeiststraße in Lüneburg verantwortlich ist.

Der Brand ist Freitagnachmittag ausgebrochen, die Bewohner können in letzter Minute noch gerettet werden. Allerdings erleiden mindestens acht Menschen eine Rauchgasvergiftung. Die Polizei spricht von „leichten Verletzungen“. Eine Aufnahme in das städtische Klinikum ist nicht notwendig.

Dichter Rauch steigt während des Brandes über der Lüneburger Altstadt auf.

Gegen 15.55 Uhr entdeckt ein Bewohner am Freitag den Brand. Parallel löst wohl eine Brandmeldeanlage in dem historischen Bau in der Lüneburger Altstadt aus. Das Feuer breitet sich schnell aus, Flammen schlagen schließlich aus dem Dach des Gebäudes. Dichter Rauch steigt auf. Ein Feuerwehrsprecher sagt der Deutschen Presseagentur: „Es hat nur wenige Minuten gedauert, dann war der Dachstuhl weg.“

Mehr als 150 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Rettungsdiensten sind an der Heiligengeiststraße im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen und sich um die Heimbewohner zu kümmern. Zum Zeitpunkt des Brandausbruches leben 13 Männer und Frauen in der Pflegeeinrichtung. Sie werden nach ihrer Evakuierung durch die Rettungskräfte von der Hansestadt anderweitig untergebracht. Das Seniorenheim ist nun unbewohnbar.

Wie die Lüneburger Landeszeitung in ihrer Online-Ausgabe berichtet, werden durch das Löschwasser auch Räume einer benachbarten Schule in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei beziffert den entstandenen Schaden auf mehrere Millionen Euro.   nre/dpa

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