Auszeichnung für Leuphana-Verbundprojekt

Die Lüneburger Heide schützen und erhalten

Das Verbundprojekt der Leuphana Universität Lüneburg beschäftigt sich mit der Frage, wie Ökosysteme gepflegt werden müssen.
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Das Verbundprojekt der Leuphana Universität Lüneburg beschäftigt sich mit der Frage, wie Ökosysteme gepflegt werden müssen.

Lüneburg/Berlin – Am Beispiel historisch alter Kulturlandschaften im nordwestdeutschen Tiefland untersuchen Forscher der Leuphana Universität Lüneburg (Fakultät Nachhaltigkeit, Institut für Ökologie) zusammen mit weiteren Forschungs- und Praxispartnern, wie hochgradig gefährdete Lebensräume und die mit ihnen verbundenen Arten langfristig erhalten werden können.

Für ihre Arbeit erhielten sie jetzt die Anerkennung als „Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt.“

Im Verbundprojekt „Sicherung der Ökosystemdienstleistungen und Biodiversität von extensiv bewirtschafteten Kulturlandschaften in Zeiten globalen Wandels“ (ÖkoKult) gehen Leuphana-Wissenschaftler zusammen mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und der Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide seit 2016 der Frage nach, wie sich Landschaften unter globalen Umweltveränderungen weiter nutzen lassen, ohne dass ihre Artenvielfalt darunter leidet oder verloren geht.

„Uns interessiert vor allem, wie Ökosysteme behandelt oder gepflegt werden müssen, damit eine möglichst große Artenvielfalt erreicht und erhalten werden kann. Deshalb bearbeiten wir mit unseren Kooperationspartnern Themen wie nachhaltige Waldnutzung und Biodiversität von extensiv bewirtschafteten Kulturlandschaften“, erläutert Projektleiter Prof. Dr. Werner Härdtle.

Ziel der Forschung sei es herauszufinden, ob es geeignete Indikatoren für biologische Qualität gibt, mit deren Hilfe sich beurteilen lässt, wie Artenvielfalt erhalten oder verbessert werden kann.

Vor dem Hintergrund des globalen Klimawandels gehe es auch darum, so der Experte für Landschaftsökologie, rechtzeitig Perspektiven und geeignete Möglichkeiten eines langfristigen Schutzes der biologischen Vielfalt solcher Kulturlandschaften aufzuzeigen.

Am Beispiel der Lüneburger Heide entwickeln die Wissenschaftler und ihre Praxispartner neue Management- und Wiederherstellungsverfahren, die nicht nur finanzierbar, sondern auch planungsrechtlich anwendbar sind und gleichzeitig auf Akzeptanz seitens der Öffentlichkeit treffen. So sollen einerseits die Ökosystemleistungen dieser Kulturlandschaften gesichert, aber auch die für sie typische Biodiversität langfristig erhalten werden.

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