Hansestadt will 72 Millionen Euro investieren / Hoffen auf Förderung von Bund und Land

Lüneburg schnürt Investitionspaket

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Die Stadt Lüneburg will zwischen 2018 und 2023 rund 72 Millionen Euro in die Infrastruktur der Hansestadt investieren. 

Lüneburg. Die Hansestadt Lüneburg kann mit dem Land Niedersachsen über ein millionenschweres Bildungs- und Infrastrukturpaket verhandeln. Einstimmig folgte der Ausschuss für Finanzen, Personal, Rechnungsprüfung und Verwaltungsreform jetzt dem Vorschlag der Verwaltung.

Damit hat die Verwaltungsspitze grünes Licht, um noch im Sommer mit dem Innenministerium in die Gespräche über ein großes Investitionspaket einzusteigen.

Das Paket umfasst Vorhaben für Kitas, Schule, Sport und Soziales ebenso wie Straßen, Radwege, Brückenbau, aber auch Hochwasserschutz und Feuerwehr. Das Gesamtinvestitionsvolumen wird kalkuliert auf rund 72 Millionen Euro, davon bis zu 49 Millionen Euro durch Kredite finanziert. Die Hansestadt setzt aber vor allem auch auf Fördermittel von Bund und Land. Rund 23 Millionen Euro Zuweisungen beziehen sich auf gesicherte, weil schon bestehende Förderkulissen. Umsetzungszeitraum für die Projekte ist von 2018 bis 2023.

„Es gibt zurzeit einige Signale für neue Förderprogramme in Bund und Land. Noch liegen sie nicht vor, aber wenn man sich da nicht schnell mit einem Konzept bewirbt, kommt man leicht ins Hintertreffen“, begründet Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge das Paket. Die wachsenden Einwohnerzahlen machten andauernde Investitionen in Schulen und Betreuungseinrichtungen nötig sowie neue Vorgaben zum Thema Inklusion, Klimaschutz, aber auch die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren. Mit Blick auf den Investitionsstau zum Beispiel bei Straßen, Radwegen und Brücken, aber auch Nachholbedarf im Bereich Soziales und Sport habe die Verwaltung das Paket um Bereiche erweitert, die bei den bisherigen großen Investitionspaketen keine Rolle spielten. Klar sei aber auch, wenn die Gespräche mit dem Land etwas anderes ergeben würden oder die Binnenfinanzierung nicht hinzubekommen sei, dann müsse man sich wieder zusammensetzen und erneut Prioritäten setzen, so Mägde. Die Gespräche sollen 2018 abgeschlossen sein.

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