Rat der Hansestadt stimmt erneuter Bewerbung zu

Lüneburg möchte Weltkulturerbe werden – Fokus auf Architektur

Lüneburgs Architektur steht für die Verbindung von Bildung, Wirtschaft und Politik. Darauf liegt der Fokus bei der neuen Bewerbung für das Weltkulturerbe.
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Lüneburgs Architektur steht für die Verbindung von Bildung, Wirtschaft und Politik. Darauf liegt der Fokus bei der neuen Bewerbung für das Weltkulturerbe.

Lüneburg – Die Hansestadt Lüneburg möchte auf die Vorschlagsliste für die Unesco-Weltkulturerbe-Stätten und wagt dafür erneut eine Bewerbung.

Diesem Vorhaben hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt, nachdem schon der Ausschuss für Kultur und Partnerschaften sich dafür ausgesprochen hatte. Das teilt die Verwaltung mit.

Erste Bewerbung vor acht Jahren erfolglos

Bereits 2012 hatte sich die Hansestadt Lüneburg als Salzstadt für die nationale Vorschlagsliste – auch Tentativliste genannt – beworben. Die Bewerbung blieb damals erfolglos. Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur empfahl der Stadtverwaltung, sich mit anderen Salzorten gemeinsam zu bewerben. Auch das führte nicht zum gewünschten Erfolg.

Die neue Strategie für die Bewerbung stellte jetzt Professorin Dr. Heike Düselder vor. „Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Verbindung aus Bildung, Wirtschaft und Politik und deren sichtbare und erhaltene architektonische Zeugnisse“, erläuterte die Vorsitzende der Museumsstiftung Lüneburg.

Das umfangreiche und gut erhaltene Gebäudeensemble würde sowohl den städtischen Wohlstand auf der einen als auch ein sehr hohes Maß an Sozialfürsorge auf der anderen Seite widerspiegeln, erklärte Düselder. Die Hansestadt Lüneburg repräsentiere einen eigenständigen norddeutschen Städtetyp im Übergang zwischen spätem Mittelalter und früher Neuzeit.

Gremien sehen Vorstoß positiv

Die Kultusminister-Konferenz hatte im Juli dieses Jahres beschlossen, die nationale Vorschlagsliste für das Unesco-Weltkulturerbe wieder zu öffnen und neue Kandidaten aufzunehmen. Deshalb will die Hansestadt Lüneburg erneut eine Bewerbung einreichen. Sowohl im Kultur- und Partnerschaftsausschuss als auch Stadtrat wurde dieser Vorstoß positiv bewertet: Die Bewerbung für die nationale Vorschlagsliste würde das kulturelle Erbe der Hansestadt Lüneburg unterstreichen, hieß es in den beiden Gremien.

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