Rat der Hansestadt hat 280 Millionen schweres Finanzpaket verabschiedet / Steuereinnahmen steigen deutlich

Lüneburg erwartet 3,6 Millionen Euro Überschuss im Haushalt

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Einen satten Haushaltsüberschuss erwartet die Hansestadt Lüneburg im Jahr 2019. 

Lüneburg – Über neun Wochen hat sich die Beratung für den Haushalt 2019 der Hansestadt Lüneburg hingezogen. Jetzt beschlossen die Ratsmitglieder mit 25 Ja-, zwölf Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen ein 280 Millionen Euro schweres Finanzpaket.

Der Überschuss im Etat wird rund 3,6 Millionen Euro Plus betragen. Die wichtigsten Punkte des Zahlenwerks im Überblick:.

Steuereinnahmen:

„Die gute Konjunktur bringt steigende Steuereinnahmen“, sagt Gabriele Lukoschek, Chefin des Finanzressorts der Hansestadt. So ist der Anteil aus Einkommens- und Umsatzsteuer im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Millionen Euro gestiegen. Grund- und Gewerbesteuer erhöhen sich um 1,4 Millionen Euro. „Wir erhalten rund 3,5 Millionen Euro mehr aus dem kommunalen Finanzausgleich“, so Lukoschek.

Personalkosten:

„In einer wachsenden Stadt wie Lüneburg wachsen auch die Aufgaben – mehr Bauaufsicht, mehr Kinderbetreuung, mehr Verkehrsplanung“, sagt die Chefin des Finanzressorts. Mehr Personalausweise oder mehr Bauanträge seien ein weiteres Beispiel dafür, dass mehr Personal benötigt werde.

Dabei mache das Personalbudget mit insgesamt 71,8 Millionen Euro 25 Prozent des Gesamthaushaltes aus. „Etwa die Hälfte aller neuen Stellen entfällt dabei schon auf Erzieherinnen. Bundesweit fehlen Fachkräfte in den Kitas. In Lüneburg bauen und erweitern wir unsere Einrichtungen und suchen ständig zusätzliches Personal“, erklärt Lukoscheck.

Investitionen:

 Das Volumen der geplanten Investitionen beträgt rund 24,6 Millionen Euro. Davon sollen etwa 17,6 Millionen in Baumaßnahmen, 12,3 Millionen in Schulen und 4,2 Millionen in Straßen und Radwege fließen. „Wir haben auch neue Technologien im Blick. Der Digitalpakt für Schulen wartet auf Umsetzung“, erläutert die Chefin des Finanzressorts.

Die Investitionen werden laut Lukoschek durch Zuwendungen Dritter, Beiträge und Grundstücksverkäufe zu einem Anteil von rund 11,4 Millionen Euro gegenfinanziert. Dennoch werde eine Kreditaufnahme von 13,2 Millionen Euro erforderlich.

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