Universität untersucht frühpädagogische Angebote für Geflüchtete / Zuschuss von Volkswagen-Stiftung

Lüneburg: 800 .000 Euro für neues Forschungsprojekt der Leuphana Universität 

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Wie kann das Vertrauen von geflüchteten Familien in frühpädagogische Angebote für Kinder erhöht werden? Das erforscht jetzt die Lüneburger Leuphana Universität.

Lüneburg – Für die Integration von geflüchteten Familien spielen frühpädagogische Angebote eine entscheidende Rolle.

Ein Team von Bildungs- und Kulturwissenschaftlern der Leuphana Universität Lüneburg wird in den kommenden drei Jahren untersuchen, wie sich bei Geflüchteten das Vertrauen in solche Angebote für Kinder bis zu einem Alter von fünf Jahren aufbauen lässt. Möglich macht das eine Förderung in Höhe von rund 800 .000 Euro von der Volkswagen-Stiftung, die das niedersächsische Wissenschaftsministerium jetzt bekanntgegeben hat.

„Damit Kinder aus geflüchteten Familien frühpädagogische Angebote in Anspruch nehmen können, braucht es zunächst den Aufbau von Vertrauen bei ihren Eltern“, erklärt Projektleiter Professor Dr. Philipp Sandermann. Das sei allerdings nicht so einfach wie bei deutschen Eltern. Denn die Geflüchteten kämen aus Regionen, in denen öffentliche Institutionen generell als bedrohliche Größe wahrgenommen würden. Außerdem seien frühpädagogische Angebote dort weitgehend unbekannt.

Das Projekt zielt darauf ab, den Aufbau von Vertrauen bei geflüchteten Eltern innerhalb der Bereiche „Digitale Medien“, „Soziale Dienste“ und „Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe“ zu untersuchen. Ein weiteres Teilprojekt verfolgt eine ethnographische Perspektive.

Die Forschungsergebnisse sollen in Fort- und Weiterbildungsmodule einfließen. Diese werden dann Personen und Organisationen, die sich mit geflüchteten Eltern beschäftigen, zur Verfügung stehen. So sollen die Chancen auf vertrauensvolle Zugänge zu frühpädagogischen Angeboten in Niedersachsen gerechter gestaltet werden.

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