Nach sechs Jahren ist Schluss

Loni Franke übergibt die Leitung des Restaurants Dorfgespräch an ein Trio

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Loni Franke (links) wird ihr Restaurant an Phillip Roost, Annemarie Meyer (2. von rechts) und Sarah Dabergott übergeben, das gab sie jetzt beim Dorfgespräch bekannt.

Bienenbüttel – Das Restaurant Dorfgespräch in der Bienenbütteler Markthalle ist eine Institution im Ort. Doch nach sechs Jahren will Loni Franke den Betrieb abgeben, das gab sie jetzt im Rahmen des Dorfgesprächs mit Björn Pamperin bekannt. Die Nachfolge übernimmt zum 1.

Juli dieses Jahres mit Küchenchef Phillip Roost sowie den Hotelfachfrauen Annemarie Meyer und Sarah Dabergott ein Trio aus Angestellten. Die Boutique führt sie weiter.

Sie wolle mehr Zeit für ihre Familie und vor allem ihr Enkelkind haben und auch wieder mehr Freizeit haben, sagt Loni Franke. Denn ein Restaurantbetrieb sei ein Fulltime-Job, bei dem man nie weiß, was kommt. Das Forum des Dorfgesprächs habe sie gewählt, um auch mit Gerüchten im Ort aufzuräumen. „Wir sollten miteinander reden und nicht übereinander“, sagt sie.

Insgesamt sei es keine einfache Entscheidung gewesen, das Dorfgespräch abzugeben. Wichtig sei es ihr vor allem gewesen, den Betrieb an jemanden weiterzugeben, der die Markthalle kennt. „Auch aus Verantwortung gegenüber den 27 Mitarbeitern“, sagt Loni Franke. Bei ihren Nachfolgern sei sie sich sicher, dass sie es schaffen werden und es auch verdient haben. „Die wissen wo der Hammer hängt“, sagt sie.

Die Übergabe organisiert Loni Franke wie einen Überfall, schildern Roost und Annemarie Meyer. Ihren Küchenchef drängt sie Weihnachten quasi mit dem Auto ab und bietet ihm die Leitung des Restaurants an und Annemarie Meyer wird zwischen den Jahren zwischen Tür und Angel gefragt. Als Drittes wird noch Sarah Dabergott von ihrer besten Freundin Annemarie Meyer mit ins Boot geholt. „Wir haben immer gesagt, dass wir so etwas nur gemeinsam machen“, erzählt Annemarie Meyer.

Das Restaurant soll künftig gleichberechtigt geführt werden. „Alles andere macht auch keinen Sinn“, sagt der 25-jährige Roost. Denn gegeneinander ein Restaurant zu führen, könne nur in die Katastrophe führen. Außerdem sei es sinnvoll, die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. Insgesamt wolle man vieles beim Alten belassen und noch regionaler und attraktiver für das junge Publikum werden, so Sarah Dabergott.

Auch der Anspruch der Kundschaft hat sich im Laufe der Zeit geändert. „Die Leute sind ungeduldiger und haben eine geringere Schmerzgrenze“, sagt Loni Franke. Insgesamt sei der Ton auch schärfer geworden. Was wohl auch an der Schnelllebigkeit der Welt liege. „Der Hammer fällt für mich am 1. Juli, aber es ist ein fließender Übergang und ich habe noch genug zu tun“, meint sie. Dass seine Frau wirklich abschalten und kürzertreten wird, daran zweifelt Klaus-Georg Franke auf Nachfrage Pamperins: „Ich glaube es nicht.“

VON LARS LOHMANN

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