Schluss mit wildem Parken

Für Lkws soll künftig ein Halteverbot am Bienenbütteler Aldi-Markt gelten

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Die Straße Rübenbaum am Aldi-Markt in Bienenbüttel ist ein beliebter Rastplatz für Lkw-Fahrer. Damit soll bald Schluss sein.

Bienenbüttel – Vor fast genau zwei Jahren wurde eine 76-Jährige, als sie ihr Fahrrad über den Wendehammer beim Bienenbütteler Aldi-Markt schob, von einem Lkw mehrere Meter mitgeschleift. Die Frau erlag ihren schweren Verletzungen (AZ berichtete).

Der Unfall war Anlass für einen Antrag der Bienenbütteler CDU, sich mit dem Landkreis und der Unfallkommission zu beraten und eine Lösung für den wilden Lkw-Parkplatz am Rübenbaum zu finden. Zurzeit nutzen Lkw-Fahrer die Straße noch, um ihre Pausen einzulegen und hinterlassen dabei Müll in den Böschungen und tiefe Löcher im Seitenstreifen. Doch damit wird es bald vorbei sein.

Die Bienenbütteler Kommunalpolitiker haben zwischen drei Varianten die Wahl. Nach Angaben des Landkreises sind bauliche Maßnahmen im Straßenseitenraum, eine Parkbeschränkungsbeschilderung oder eine Entwidmung und Sperrung der Straße möglich.

Die erste Möglichkeit kostet rund 5.000 Euro, bei den anderen beiden wird mit Kosten von 1.000 Euro gerechnet. Die Gemeindeverwaltung spricht sich in der von ihr erstellten Vorlage für die Ausweisungen von Busparkplätzen mit Sonderparkberechtigungen aus. Damit würde für Lkws ein Halteverbot gelten. Gibt aber auch zu bedenken, dass eine Verlagerung des Lkw-Parkens in das gegenüberliegende Gewerbegebiet Am Klaepenberg möglich ist.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Christopher Tieding erklärt auf AZ-Nachfrage, dass man froh sei, dass es auf jeden Fall eine Verbesserung der derzeitigen Situation geben wird und dass Unfallkommission, Landkreis und Gemeinde gemeinsame Lösungen gefunden haben. „Wir würden aber in der Fraktion eine Entwidmung der Straße bevorzugen“, sagt Tieding. Man könnte die Straße bis zur Zufahrt zum Aldi noch nutzen und die dahinterliegende Straße mit einer Schranke absperren. Dass die Lkw-Fahrer ins Gewerbegebiet ausweichen, glaubt Tieding nicht. „Die Lkw-Fahrer haben es bisher kaum genutzt und haben lieber in zweiter Reihe am Rübenbaum geparkt“, berichtet er.

Ein Grundproblem sieht Tieding in den fehlenden Lkw-Parkplätzen an der B 4. Daher könne er auch nachvollziehen, warum die Fahrer an der Straße Rübenbaum Pausen einlegten. „Aber die Sicherheit steht für uns im Vordergrund. Wir hatten schon einen tragischen Unfall vor zwei Jahren“, sagt er.

VON LARS LOHMANN

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