Linden weichen Apfeldorn

Sämtliche Bäume an der Bienenbütteler Bahnhofstraße werden für die Umgestaltung gefällt und durch neue ersetzt. Foto: Ph. Schulze

Bienenbüttel. Zu verschiedenen Anlässen waren sie kritisiert worden: Ihr Laub liegt überall herum, ihr Saft verklebt darunter parkende Autos. Jetzt sind die letzten Stündchen der Linden an der Bienenbütteler Bahnhofstraße gezählt. Denn im Zuge des geplanten verkehrsberuhigten Umbaus werden sie allesamt gefällt und durch neue Apfeldorne ersetzt.

Doch die Bepflanzung ist nicht das Einzige, was sich in den kommenden Monaten an der Bahnhofstraße verändern wird. So werden Fahrbahn und Gehweg künftig niveaugleich ausgebaut und nur durch unteschiedliche Pflasterungen voneinander getrennt sein. Die Barrierefreiheit, so erklärt Bienenbüttels Bauamtsleiter Uwe Gundlach, war eines der obersten Ziele, das mit dem Ausbau der Bahnhofstraße erreicht werden soll. So werden auch so gut wie alle Geschäfte künftig ebenerdig oder über gemauerte Rampen zu erreichen sein.

Bis auf die vorhandenen Straßenlampen, die zwar ein Stück von den Gebäuden weggesetzt, ansonsten aber nur gestrichen werden, wird nicht vieles so bleiben wie es zurzeit ist. Zwölf neue Sitzbänke werden über die Bahnhofstraße hinweg verteilt, die damit mehr Aufenthaltsqualität gewinnt – ein weiteres großes Ziel der Maßnahme. Ansonsten soll es genügend Parkplätze geben, zwei davon behindertengerecht.

Die Gehwege werden in rotem Pflasterstein verlegt, die an Einmündungen und Auffahrten hochkant gesetzt werden. Der Weg, der die Bahnhofstraße mit dem neuen Edeka-Markt an der Ladestraße verbinden wird, bekommt ein besonderes Highlight: Um den Durchgang zwischen dem Augenoptiker und der Dekowelt noch zu betonen, wird dort unter anderem ein Glasdach installiert werden. Die so entstehende Passage wird zudem gut beleuchtet sein – so wie es von den Bienenbüttelern ausdrücklich gewünscht ist.

Die Einmündungen der Fahrbahn in die Lindenstraße und die Marktstraße werden nicht grau, sondern rot gepflastert werden, um diesen Knotenpunkt besonders hervorzuheben. Ansonsten wird die künftige Fahrbahn der Bahnhofstraße anthrazit gepflastert, die Parkplätze werden mit hellgrauem Granitpflaster befestigt und der Gehweg besteht aus grauroten Pflastersteinen. Künftig wird übrigens an der Bahnhofstraße, der Lindenstraße und der Kurzen Straße Tempo 30 gelten. Fahrradbügel werden ebenfalls reichlich aufgestellt; ihre genauen Standorte sollen aber festgelegt werden, wenn der Ausbau abgeschlossen ist.

Anfang Juni sollen die Bauarbeiten für dieses Großprojekt beginnen. Uwe Gundlach rechnet mit einer Bauzeit von etwa vier Monaten. Die Baukosten, in denen der Ausbau der Kurzen Straße mit eingerechnet ist, wird voraussichtlich rund eine Million Euro kosten. Zuschüsse gibt es aus Töpfen zur Förderung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) und der Dorferneuerung.

Von Ines Bräutigam

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