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Laternen in Bienenbüttel bleiben im Sommer aus

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Von: Jannis Wiepcke

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Eine Laterne in Niedersachsen
Von April bis September werden die Straßenlaternen in der Einheitsgemeinde Bienenbüttel künftig ganz ausgeschaltet, um den steigenden Stromkosten entgegenzuwirken. © Stefan Jaitner

Für fünf Monate im Jahr heißt es in der Einheitsgemeinde Bienenbüttel künftig: „Licht aus“. Der Gemeinderat beschloss am Dienstag, dass die Straßenlaternen in diesem Zeitraum ausgeschaltet werden sollen.

Bienenbüttel - Die CDU-FDP-Gruppe war es, die insbesondere auf Wunsch der von der CDU benannten Ortsvorsteher beantragt hatte, die Schaltzeiten der Straßenbeleuchtung zu überprüfen und gebenenfalls anzupassen, um den steigenden Stromkosten entgegenzuwirken. Ausgeschaltet werden die Laternen nun von April bis September,  in den übrigen Monaten werden sie zusammengerechnet eine Stunde kürzer angeschaltet – bisher war hier eine Sperrzeit von 23 Uhr bis 5 Uhr als Rahmen genannt.

Mit Blick auf die Sicherheit der Bürger – vor allem der Pendler, die Abends vom Bienenbütteler Bahnhof nach Hause gehen müssen – stimmten die Ratsmitglieder dabei für einen Kompromiss. Die Änderungen fielen nicht ganz so deutlich aus, wie es die CDU-FDP-Gruppe vorgeschlagen hatte – mit Beginn der Sperrzeit um 22 Uhr.

Diskutiert wurde auch, ob den Ortsvorstehern der Zugriff auf die Schaltschränke ermöglicht werden soll, um im Fall von besonderen Veranstaltungen wie beispielsweise Silvester die Beleuchtung über die Sperrzeit hinaus verlängern zu können. Das Problem: Die SVO hatte der Verwaltung zuvor erklärt, dass sie die Herausgabe der Schlüssel ablehne, weil man mit diesen Zugriff auf die gesamte Technik hat.

Deshalb einigte sich der Gemeinderat in diesem Punkt auf die Anschaffung von maximal 20 Bluetooth-Zeitschaltuhren, deren Kosten sich auf rund 300 Euro pro Stück belaufen. Sie sollen den Sicherheitseffekt hervorheben, und die Kosten für den Elektrobetrieb und die Arbeit und An- und Abfahrt einsparen.

In den Ortsteilen Bornsen, Wichmannsburg, Hohnstorf, Eitzen I, Bargdorf, Beverbeck und Rieste können die Zeitschaltuhren sogar selbständig umgestellt werden, weil sie sich in Privathaushalten und Feuerwehrhäusern befinden – das bedeutet, dass die Ortsvorsteher selbst Zugriff auf die Schaltzeiten haben.

Auch wenn die Abschaltung der Straßenlaternen vom April bis September nun beschlossene Sache ist, wird es noch eine Weile dauern, bis alle Straßenlaternen dementsprechend angepasst sind. Man werde sich jetzt „schrittweise und von Stromkasten zu Stromkasten“ durcharbeiten, bat Bürgermeister Dr. Merlin Franke zum Abschluss der Beratungen um Gedul

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