Feuerwehr beendet aufgrund von Besucherrückgang eine Tradition

Ein letztes Osterfeuer in Bienenbüttel

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Die Beliebtheit des Osterfeuers in Bienenbüttel nahm über die Jahre ab. Dieses Jahr findet es zum letzten Mal statt und eine Tradition endet.

Bienenbüttel – Die Freiwillige Feuerwehr Bienenbüttel wird dieses Jahr zum letzten Mal ein Osterfeuer organisieren. Das gab Ortsbrandmeister Carsten Buhr jetzt auf der Jahreshauptversammlung der Wehr bekannt.

Der Grund: Aufwand und Besucherzahl entwickelten sich in den vergangenen Jahren gegensätzlich.

„Der Einsatz und der Aufwand sind so nicht mehr tragbar gewesen“, sagt Stefan Kommert, Pressesprecher der Bienenbütteler Wehr, auf AZ-Nachfrage. Daher habe das Kommando beschlossen, dass es ab dem kommenden Jahr kein Osterfeuer mehr am Bienenbütteler Feuerwehrhaus geben wird.

So seien bis zu 20 Feuerwehrleute mit den Vorbereitungen für das Osterfeuer beschäftigt. Sie sammelten Sturmholz in den Wäldern für das Osterfeuer ein, betrieben großen Aufwand, um das Holz abzutransportieren, und kümmerten sich um die Organisation des Fests.

Am traditionellen Veranstaltungstag, dem Ostersonnabend, seien dann noch einmal zehn bis 15 Feuerwehrleute seit den frühen Morgenstunden im Einsatz, um die restlichen Arbeiten zu erledigen. Ihre Arbeit ende aber nicht, wenn die Besucher schon längst zuhause seien, sondern einige Feuerwehrleute müssten in der Nacht noch Brandwache halten. „Wenn dann am Abend die Besucher ausbleiben, ist die Enttäuschung einfach sehr groß“, sagt Kommert. Über die Jahre habe das Interesse an dem Bienenbütteler Osterfeuer nachgelassen. Ein Grund könnte auch die Verlegung des Veranstaltungsortes vom Mühlenteich zum Feuerwehrhaus gewesen sein, vermutet Kommert.

Die Feuerwehr hat laut ihrem Sprecher zwar versucht gegenzusteuern, aber die Mühen waren vergeblich. Auch eine Verlegung auf den Ostersonntag habe keinen nennenswerten Erfolg gebracht.

Als jährliche Veranstaltung bleibt der Feuerwehr Bienenbüttel damit das Weinfest im Sommer, das sich laut Kommert nach wie vor großer Beliebtheit erfreut.

Ganz ohne Osterfeuer müssen die Bienenbütteler ab dem nächsten Jahr aber nicht auskommen. „Die Hohenbosteler und Steddorfer machen nach wie vor ein Osterfeuer und liegen ganz in der Nähe“, erklärt Kommert. Nur in Bienenbüttel selbst werde es die Tradition vorerst nicht mehr geben.

Zudem gab es in der Hauptversammlung der Wehr noch einen Einsatzbericht, Ehrungen und Beförderungen (Bericht in der AZ folgt).

VON LARS LOHMANN

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