Verein schwelgt in Erinnerungen und startet Planungen für runden Geburtstag 2021

Kulturverein Bienenbüttel: 20 Jahre Kunst zum Anfassen

Beim Anblick alter Zeitungsartikel und Flyer werden viele Erinnerungen wach: Im nächsten Jahr begeht der Kulturverein Bienenbüttel um Jana Niehoff (von links), Brigitte Mundt-Hemmerling, Christine Oehlmann und Brigitte Niemann seinen 20. Geburtstag.
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Beim Anblick alter Zeitungsartikel und Flyer werden viele Erinnerungen wach: Im nächsten Jahr begeht der Kulturverein Bienenbüttel um Jana Niehoff (von links), Brigitte Mundt-Hemmerling, Christine Oehlmann und Brigitte Niemann seinen 20. Geburtstag.

Bienenbüttel – Sie haben alles aufbewahrt: Presseberichte, Flyer, Fotos. Fünf Ordner und mehrere Mappen voller Erinnerungen aus der Geschichte des Kulturvereins Bienenbüttel.

Nur einen Presseartikel können Christine Oehlmann, Brigitte Mundt-Hemmerling, Brigitte Niemann und Jana Niehoff beim Gespräch mit der AZ nicht finden. Nämlich den, der über die Gründung des Vereins berichtet.

An die Gründung erinnert sich Oehlmann, die Vorsitzende des Vereins, dennoch ziemlich genau: „Die Gründungsversammlung war bei Klaus Wedekind in Bargdorf in der Küche.“ Sie selbst sei damals nicht da gewesen, habe am nächsten Morgen einen Anruf erhalten: „Andreas Vesper, damals zweiter Vorsitzender, sagte: ‘Herzlichen Glückwunsch, du bist Vorsitzende’“, erzählt Oehlmann.

Zeitungsartikel wecken Erinnerungen

2001 war das. Im nächsten Jahr feiert der Kulturverein seinen 20-jährigen Geburtstag. Seit der Gründung ist viel geschehen. Beim Blick auf alte Zeitungsartikel, Plakate und Flyer werden Erinnerungen wach. „Am Anfang haben wir auch viel für Kinder gemacht“, erzählt die zweite Vorsitzende Brigitte Mundt-Hemmerling. Ihr sei warm ums Herz, wenn man sieht, wie viele Menschen in Bienenbüttel künstlerisch aktiv sind. „Ich mag die Vielfalt, die wir hier über die Jahre geboten haben und weiterhin bieten“, erklärt auch Brigitte Niemann, die seit 2006 dabei ist. Zudem sei die Atmosphäre bei Konzerten und Ausstellungen immer familiär, anders als in größeren Häusern.

„Das ist hier Kunst zum Anfassen“, sind sich Oehlmann, Mundt-Hemmerling und Niemann einig. Auch Jana Niehoff, die seit diesem Jahr Mitglied ist, aber zuvor mehrfach beim Kulturradeln und bei Ausstellungen dabei war, nickt zustimmend. Christine Oehlmann zeigt den Flyer zur ersten Ausstellung des Vereins im Jahr 2002. „Lust auf Kunst?“ steht dort als Frage geschrieben, um die Ausstellung der Maler Bernd Barfs, Stefan Erben und Frank Hubmann zu bewerben.

Auch Künstler aus New York, Köln und Co.

Lust auf Kunst hatten die Bienenbütteler über die Jahre hinweg eigentlich immer. Viele Veranstaltungen waren gut besucht, große Menschenmassen finden in den Räumlichkeiten, die zur Verfügung stehen, ohnehin keinen Platz. „Wir hatten mal bei Axel Zwingenberger über 100 Leute in der Kirche, das war schon eng“, erzählt Mundt-Hemmerling. Neben dem deutschen Pianisten fanden immer wieder überregional bekannte Künstler den Weg nach Bienenbüttel, unter anderem aus Köln, Frankfurt oder New York.

„Aber wir waren und sind auch eine Bühne für junge Künstler, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen, sowie für Leute aus der Region“, betonen die vier Frauen. Was für sie die bisherigen Highlights waren, können sie gar nicht so genau sagen: „Da war so viel, die Mischung macht’s“, sind sie sich einig.

Auch für die Zukunft setzt der Kulturverein auf eine gute Mischung. So steht für das Jahr des runden Geburtstags bislang das Kulturradeln an einem Wochenende im September fest. Es ist die achte Auflage der beliebten Veranstaltung. Zudem wird es ein Jazz-Konzert geben, das in diesem Jahr wegen Corona verschoben werden musste. „Wir verschaffen uns jetzt erst einmal einen Überblick, was wir alles gemacht haben und was wir machen wollen“, erklärt Oehlmann.

VON FLORIAN BEYE

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