Immer wieder illegale Entsorgungen am Parkplatz

An der Kreisstraße 36 bei Grünhagen: Wilde Müllkippe am Waldrand

Im Bereich des Waldparkplatzes an der Kreisstraße 36 zwischen Grünhagen und Eitzen findet Jagdpächter Rüdiger Wnuck immer wieder illegale Müllansammlungen.
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Im Bereich des Waldparkplatzes an der Kreisstraße 36 zwischen Grünhagen und Eitzen findet Jagdpächter Rüdiger Wnuck immer wieder illegale Müllansammlungen.

Grünhagen/Eitzen – In Plastiksäcken entsorgte Essensreste, Kunststoffboxen, alte Autoreifen und sogar Einzelteile eines alten Fahrzeugs – es gibt kaum etwas, das Rüdiger Wnuck am Waldrand zwischen Grünhagen und Eitzen noch nicht gefunden hat.

Der dortige Waldparkplatz ist offenbar ein beliebter Müllentsorgungsplatz für einige Bürger.

Wnuck ist Jagdpächter in diesem Bereich und berichtet im Gespräch mit der AZ von regelmäßigen Funden. „Ich habe schon immer eine Plastiktüte in meinem Auto und sammele viel Müll ein“, erzählt er, „aber bei einem halben Fahrzeug oder Autoreifen hört es einfach auf. “.

Schranken gegen Umweltfrevler im Wald

Früher fuhren die Umweltfrevler laut Wnuck sogar tiefer in den Wald hinein, um ihren Müll abzuladen. Dem hat er jetzt im wahrsten Sinne des Wortes einen Riegel vorgeschoben: in Form von Aufliegersperren an den Waldeingängen. „Es gibt zwar Beschwerden von Fußgängern über die Holzschranken“, berichtet Rüdiger Wnuck. Aber ohne diese Barrieren gebe es noch viel mehr Müll im Wald.

Sie reichen von Einzelteilen alter Fahrzeuge über große Müllsäcke und Autoreifen bis hin zu Essensresten in Plastiksäcken.

Über die regelmäßigen Müllansammlungen an der Kreisstraße 36 ist auch Grünhagens Ortsvorsteher Andreas Feige erbost. „Ich habe da absolut kein Verständnis für“, schimpft er. Er sei erstaunt und erschrocken, wie gedankenlos Menschen ihren Abfall in die Umwelt werfen. Er hat das Gefühl, dass „einige dort ihr ganzes Auto saubermachen“.

Bis zu der Kurve, in der sich der Waldparkplatz befindet, macht die Grünhagener Dorfgemeinschaft auch im Zuge ihres Frühjahrsputztages sauber. „Wir finden häufig Müll, und auch wenn ich mit dem Hund spazieren gehe, sammele ich einiges auf“, sagt Feige. Dass die betreffenden Personen es nicht schaffen, ihre leeren Behälter bis zum nächsten Mülleimer mitzunehmen, ärgert den Grünhagener sehr.

Lediglich ein Fall von illegaler Abfallbeseitigung an der Kreisstraße zwischen Grünhagen und Eitzen wurde dem Landkreis Uelzen in den vergangenen drei Jahren gemeldet, erklärt Kreissprecher Martin Theine auf AZ-Nachfrage. Die Abfälle werden in solchen Fällen im Auftrag des Landkreises entsorgt. Im Zuge dessen erfolgt eine Kontrolle auf personenbezogenen Daten, erläutert Theine, „um einen Ansatzpunkt für die Ermittlung einer verursachenden Person zu haben.“

Die Verstöße sind schwierig zu bestrafen

Nur dann bestehe die Möglichkeit, eine Ordnungswidrigkeit zu ahnden und die Entsorgungskosten zurückzufordern. „Ohne Hinweis auf den oder die Verursa- cher müssen die Abfälle auf Kosten der Allgemeinheit fachgerecht entsorgt werden“, betont Theine. Ermittelte Täter müssen dementsprechend mit Bußgeldern rechnen. Die davon unabhängige Rückforderung der Entsorgungskosten wird auf Basis des Aufwandes – sowohl für Personal als auch technischen Aufwand – bemessen und kann von Fall zu Fall variieren.

Jagdpächter Rüdiger Wnuck wünscht sich vor allem, dass „die Menschen endlich wach werden“ und die illegalen Müllentsorgungen unterlassen. Ein Wunsch, den auch Ortsvorsteher Andreas Feige und viele andere teilen. VON FLORIAN BEYE

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