LBU will 2+1 auf gesamter Strecke

Kreis Uelzen: Forderung nach B 4-Ausbau und Kritik an Landesstraßenbehörde

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Eckehard Niemann von der LBU fordert einen weiteren Ausbau der B 4 auf 2+1 auch zwischen Bienenbüttel und Melbeck.

Bienenbüttel/Landkreis – Die hohe Zahl von Unfällen und Verkehrstoten auf der B 4 hat jetzt auch den Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen (LBU) und deren Regionalsprecher Eckehard Niemann auf den Plan gerufen.

Sie fordern, unverzüglich den weiteren Ausbau der B 4 nach dem 2+1-Prinzip anzugehen.

Eckehard Niemann von der LBU.

„Nachdem die Strecke zwischen Uelzen und Tätendorf bereits mit einer solchen abwechselnden Überholspur ausgebaut worden sei, stehe jetzt nicht nur der Abschnitt zwischen Jelmstorf und Bienenbüttel, sondern selbstverständlich die gesamte Strecke zwischen Tätendorf und Melbeck“, heißt es in einer Pressemitteilung Niemanns.

Es sei unverständlich, warum die weitere 2+1-Planung auf dem Bereich zwischen Jelmstorf und Bienenbüttel beschränkt bleibe. Die anderen Bereiche auszusparen sei fahrlässig, kritisiert Niemann weiter. „Statt auf eine Irgendwann-A 39 zu warten und zu hoffen, stehe jetzt der Ausbau regionaldienlicher Verkehrswege an“, wird in der Pressemitteilung gefordert.

Einem Ausbau des Bereichs zwischen Bienenbüttel und Melbeck auf 2+1-Spuren erteilt der Leiter der Behörde für Straßenbau und Verkehr Lüneburg, Dirk Möller eine Absage. „Wir haben keinen weiteren 2+1-Ausbau bis auf Jelmstorf-Bienenbüttel geplant.“ Abgesehen von den ungeklärten Umweltfragen wäre es zwar technisch möglich, auch zwischen Bienenbüttel und Melbeck auszubauen.

Aber aufgrund der fehlenden Fahrbahnbreite würde es sich faktisch um einen Neubau handeln. Konkret müsste also ein Planfeststellungsverfahren für einen solchen Ausbau in die Wege geleitet werden. „Dann sprechen wir von einem Zeitraum von mehreren Jahren, bevor überhaupt etwas passieren kann“, sagt Möller.

VON LARS LOHMANN

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