Mit einer Million Euro soll der Bau eines Mehrzweckzentrums in Bienenbüttel unterstützt werden

Der Kreis schießt Geld zu

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Für den geplanten Neubau der in die Jahre gekommenen Ilmenauhalle in Bienenbüttel wird der Landkreis eine Million Euro zuschießen. Die Gelder sind bereits für 2019 im Haushalt eingeplant.

Bienenbüttel. Die Gemeinde Bienenbüttel kann mit finanzieller Unterstützung des Landkreises Uelzen rechnen, wenn es um die Realisierung eines Neubaus der Ilmenauhalle geht. Eine Million Euro wird der Landkreis für den Bau eines Mehrzweckzentrums beisteuern.

Das ist eine halbe Million weniger, als ursprünglich von der Gemeinde beantragt wurde. Der Kreistag hat die Summe jetzt im Etatentwurf für 2019 vorgesehen, der im Kreistag verabschiedet wurde.

„Wesentlicher Grund für die Unterstützung ist, dass der Landkreis ansonsten an allen Standorten mit weiterführenden Schulen auch die Hallen unter seiner Obhut hat. Bienenbüttel fällt dabei leider heraus“, sagt der Bargdorfer CDU-Kreistagsabgeordnete Christopher Tieding auf AZ-Nachfrage. Der Ort finanziere seine Sportanlagen im Gegensatz zu den anderen Kommunen also vollkommen allein. Das neu geplante Mehrzweckzentrum habe aber Strahlkraft über Bienenbüttel hinaus und sei zudem keine reine Sporthalle, sondern übernehme auch andere Funktionen.

So hat auch die Gemeinde Bienenbüttel in ihrem Antrag auf Förderung argumentiert, dass in der heutigen Ilmenauhalle, die im Jahr 1974 erbaut wurde, wichtige Veranstaltungen stattfinden, wie die Ausbildungsmesse Nordjob, zu der jedes Jahr hunderte Schüler aus der ganzen Region anreisen. Dazu kämen Fest- und Tanzveranstaltungen sowie regelmäßige Künstlermärkte und Flohmärkte. Für alle Veranstaltungen gelte es zudem, in Zukunft Barrierefreiheit herzustellen, die zurzeit nur teilweise gegeben sei.

Auch der TSV Bienenbüttel sowie die Schützengilde und die Feuerwehr nutzen die Halle regelmäßig. So hat die Feuerwehr im Keller eine selbst gebaute Atemschutzkriechstrecke erstellt. Und das Schützenfest wird auch in der Ilmenauhalle veranstaltet. Der Punktspielbetrieb erfolgt zurzeit auch nur noch mit Sondergenehmigung, da die Maße der Halle nicht mehr den gängigen Standards entsprechen, heißt es im Antrag.

Die Anlage insgesamt, so schreibt es die Gemeinde in ihrem Förderantrag, ist abgängig und eine Sanierung ist zudem teurer als ein Neubau. „Die Argumentation hat die Fraktion überzeugt, auch wenn es etwas weniger Geld geworden ist“, sagt Tieding, der auch im Bienenbütteler Gemeinderat sitzt.

Im Bienenbütteler Haushalt sind für das Jahr 2019 175 000 Euro für das Mehrzweckzentrum vorgesehen. Das Geld dient der Planung des Mehrzweckzentrums.

Von Lars Lohmann

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